Stada-Aktie explodiert dank Übernahme-Phantasien

Was ein Zeitungs-Bericht doch alles bewirken kann: Der Arzneimittelhersteller Stada war im heutigen Handel bisher der Liebling der Anleger, nachdem neue Übernahme-Spekulationen aufgekommen waren. Die Schweizer „SonntagsZeitung“ hatte berichtet, dass angeblich sowohl Novartis (Schweiz) als auch Mylan (Niederlande) ein Auge auf den MDax-Konzern geworfen haben. Quellen nannte die Zeitung nicht. Für die Stada-Aktie reichten die Gerüchte jedoch aus um durchzustarten.

© Stada

Das Traditionsunternehmen aus dem Hessischen Bad Vilbel ist schon länger Gegenstand von Übernahme-Gerüchten. Nun scheinen sich diese ein wenig zu konkretisieren. Auf der einen Seite gibt es ein angebliches Übernahme-Interesse von verschiedenen (Private Equity-) Finanzinvestoren – wie zum Beispiel CVC oder Permira.

Auf der anderen Seite reißen auch die Spekulationen zu Unternehmens-Übernahmen nicht ab. Für Pharma-Giganten wie der Schweizer Novartis ist die Stada Arzneimittel AG ein durchaus interessantes Objekt. Zu dem Zeitungsbericht wollten sich heute jedoch keine der beiden Parteien äußern.

Neue Gerüchte treiben die Aktie von Stada

Die Spekulationen haben einen regelrechten Run auf das Papier des Unternehmens ausgelöst. Zwischenzeitlich lag das Plus des Titels bei rund zehn Prozent. Im Nachmittags-Handel liegt die Stada-Aktie noch immer gut acht Prozent über dem Vortags-Kurs.

Die heftige Kursreaktion nach den Übernahme-Gerüchten kam für manche etwas überraschend. Denn Konkretes hat sich bislang noch nicht abgezeichnet und auch der Gesamtmarkt weiß heute nicht zu überzeugen. Vielmehr scheint die Jahresend-Rallye eine Verschnaufpause einzulegen.

Titel zuletzt mit schwacher Entwicklung

Aber der Titel hatte auch etwas aufzuholen: Angesichts der eher enttäuschenden Entwicklung der Aktie seit Anfang Oktober macht Stada nun wieder etwas Kurs-Boden gut. Sollten sich Übernahme-Spekulationen konkretisieren und beispielsweise Novartis ein Angebot vorlegen, steht einer weiteren Kursexplosion wohl nichts im Wege.

Neben dem großen Aufwärtspotenzial könnte es jedoch auch Probleme geben. Verlaufen die Gerüchte im Sande und die Übernahme-Phantasien verschwinden, kann es für das Papier auch wieder in den Keller gehen. Hier heißt es für Anleger den Markt genau zu beobachten und im Zweifel zügig zu reagieren.

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