Stada bekommt weiter Druck

Der Arzneimittel-Produzent Stada hat weiterhin Ärger mit aktivistischen Investoren. Konkret versucht der Aktionär Active Ownership Capital (AOC), Druck auf das Management auszuüben. So fordert der Aktionär, dass sich das Unternehmen auf eine klarere Produktstrategie ausrichtet und gleichzeitig deutlich die Kosten senkt. Nach Ansicht von AOC könnte das Unternehmen seine Kosten noch um weitere 10 % senken.

Obwohl AOC nur rund 5 % der Aktien von Stada hält, hat der Investor schon für gehörig Wirbel sorgen können. So war federführend AOC mit dafür verantwortlich, dass auf der Hauptversammlung im vergangenen August der bisherige Aufsichtsratschef Martin Abend seinen Posten verlor. Die aktuelle Forderung, dass Stada bis Ende Februar einen entsprechenden Plan zur Umsetzung der neuen Forderungen vorlegen soll, ist also nicht zu unterschätzen.

Der Druck, den AOC macht, steht nach Ansicht von Marktbeobachtern dabei weiterhin unter dem Thema, dass Stada ein mögliches Übernahmeziel von Finanzinvestoren oder großen Pharmafirmen sein könnte. Die Rechnung dabei ist einfach: Je profitabler das Unternehmen, desto höher der mögliche Verkaufspreis. Entsprechend hält AOC die derzeitige Gewinnprognose von Stada, die bis 2019 eine Steigerung des bereinigten EBITDA auf 510 Millionen Euro (2015 als Basis: 390 Millionen Euro), für zu konservativ und will dies entsprechend ändern.

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