Stada: Pharmawert bekommt zwei Übernahme-Offerten (aktualisiert)

Der deutsche Pharmakonzern Stada wechselt womöglich bald in andere Hände. Wie das Unternehmen aus Bad Vilbel am Wochenende mitteilte, würden von gleich zwei Interessenten rechtlich unverbindliche Kaufangebote vorliegen.

Einer der Bieter soll die Private-Equity-Gruppe Cinven Partners sein. Diese hat nach Medieninformationen ein Kaufangebot über 3,5 Milliarden Euro abgegeben, was einem indikativen Übernahmepreis von 56 Euro je Stada-Aktie entsprechen würde.

Als zweiter potenzieller Bieter wurde inzwischen die Advent International identifiziert. Auch hier handelt es sich um einen Private-Equity-Fonds, dessen verwaltetes Vermögen auf rund 18 Milliarden Dollar geschätzt wird. Über welche Höhe sich das Angebot von Advent für Stada beläuft, wurde bislang nicht bekannt gegeben.

Käme es zu einer Übernahme, wäre dies ein großer Erfolg des aktivistischen Investors Active Ownership Capital (AOC). Dieser hat zwar nur eine relativ kleine Beteiligung an Stada. Doch seit rund einem Jahr hat AOC auf eine Übernahme gedrungen und es geschafft, im Verlaufe des Machtkampfes unter anderem auch im letzten Jahr den bisherigen Aufsichtsratschef Martin Abend zu Fall zu bringen.

Cinven selbst ist in der Branche längst einer der großen Player. So machte das Unternehmen im letzten Jahr bereits auf sich aufmerksam, als man zusammen mit Mid Europa Partners und Permira die in Polen ansässige E-Commerce-Plattform Allegro übernahm. Damals zahlten die Käufer für die größte osteuropäische E-Commerce-Plattform insgesamt 3,25 Milliarden Dollar.

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