Stadler Rail Aktie: Erste VDV-TramTrain zu Karlsruhe

Stadler Rail startet Testphase für neues TramTrain in Karlsruhe. Zwei weitere Fahrzeuge folgen im Juni. Die Aktie reagiert verhalten.

Die Kernpunkte:
  • Erstes TramTrain-Fahrzeug in Karlsruhe eingetroffen
  • Zwei weitere Auslieferungen für Juni geplant
  • Kooperation von sechs Verkehrsunternehmen aus DACH
  • Stadler peilt 2026 Umsatz über fünf Milliarden an

Die erste Lieferung ist da. Seit Mitte Mai rollt das erste VDV-TramTrain-Fahrzeug der Stadler Rail zu den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK). Es ist ein wichtiger Schritt für den Schweizer Schienenfahrzeughersteller.

Die Auslieferung wurde am Dienstag bekannt. Sie markiert den Start der entscheidenden Test- und Zulassungsphase. Zwei weitere Fahrzeuge sollen noch im Juni folgen. Bereits Ende 2025 hatte Stadler ein erstes Fahrzeug an die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) übergeben.

Sechs Partner, ein System

Das VDV-TramTrain-Projekt ist eine Kooperation von sechs Verkehrsunternehmen aus Deutschland und Österreich. Ziel ist eine einheitliche Fahrzeugplattform. Die Züge teilen sich eine gemeinsame technische Basis. Gleichzeitig lassen sie sich an die spezifischen Anforderungen der einzelnen Netze anpassen.

Die Erkenntnisse aus der laufenden Inbetriebnahme von Referenzfahrzeugen bei der Saarbahn fließen direkt in die weiteren Erprobungsprozesse ein. Das beschleunigt die Zulassung.

Die Aktie reagierte verhalten auf die Nachricht. Sie notiert aktuell bei 23,10 Euro – ein Minus von 0,6 Prozent. Seit Jahresanfang liegt das Papier aber noch 4,4 Prozent im Plus. Derzeit fehlen 12 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 26,26 Euro.

Wachstum trotz Gegenwind

Die Auslieferung folgt auf eine Phase der Konsolidierung. Mitte 2025 hatte Stadler bereits 301 Züge mit alternativen Antrieben verkauft. Das Unternehmen positioniert sich als Technologieführer in diesem Segment.

Dabei waren die vergangenen Jahre nicht einfach. Naturkatastrophen 2024 führten zu Umsatzverschiebungen. Dennoch steigerte Stadler im ersten Halbjahr 2025 den Umsatz auf 1,4 Milliarden Schweizer Franken. Das EBIT kletterte auf 36,9 Millionen Franken.

Für 2026 gibt sich der Vorstand ambitioniert. Das Unternehmen erwartet einen massiven Umsatzanstieg auf über fünf Milliarden Franken. Die Auslieferungen in Karlsruhe sind ein erster konkreter Schritt in diese Richtung.

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