Stadler Rail Aktie: EURO6000 jetzt auch in Belgien zugelassen

Stadler Rail schließt Zertifizierung für Nordsee-Mittelmeer-Korridor ab. Die EURO6000-Lok darf nun in Belgien verkehren.

Die Kernpunkte:
  • EURO6000 nun in Belgien zugelassen
  • Durchgehende Güterzüge von Barcelona bis Antwerpen
  • Modernisierung von FLIRT-Zügen für WestfalenBahn
  • Schleswig-Holstein bestellt 20 weitere Akku-Züge

Stadler Rail erreicht ein wichtiges Ziel im europäischen Schienengüterverkehr. Die Elektrolokomotive EURO6000 darf nun offiziell in Belgien fahren. Damit schließt der Zugbauer eine entscheidende Lücke auf der Route zwischen dem Mittelmeer und der Nordsee.

Freie Fahrt für die EURO6000

Die Zulassung in Belgien markiert den Abschluss der Zertifizierungen für den Nordsee-Mittelmeer-Korridor. Bisher genehmigten Spanien, Frankreich und Luxemburg den Einsatz der EURO6000. Nun können Betreiber Güter ohne Lokwechsel vom Hafen in Barcelona bis nach Antwerpen transportieren. Das spart Zeit und senkt die Kosten für Logistikunternehmen erheblich.

Die sechsachsige Lokomotive leistet 6 Megawatt. Sie zieht schwere Güterzüge mit über 2.000 Tonnen Gewicht. Über 100 Einheiten der Baureihe sind bereits auf Schienen unterwegs.

Neue Aufträge im Regionalverkehr

Parallel zum Güterverkehr wächst das Geschäft im Regionalsegment. Stadler modernisiert sieben FLIRT-Züge für die WestfalenBahn in deutschen Werken. Die Arbeiten in Berlin und Hamburg starten in Kürze. Die modernisierte Flotte soll im Dezember wieder in den Dienst gehen.

Schleswig-Holstein nutzt eine weitere Option aus einem bestehenden Rahmenvertrag. Das Bundesland bestellte 20 zusätzliche Batterie-Züge vom Typ FLIRT Akku. Diese Einheiten sollen ab 2027 den Verkehr auf Strecken ohne Oberleitung dekarbonisieren.

Kurs verharrt im Konsolidierungsmodus

An der Börse reagiert der Kurs verhalten auf die operativen Erfolge. Die Stadler Rail Aktie notiert aktuell bei 25,10 Euro und verliert rund 0,6 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus jedoch auf über 13 Prozent.

Die vollständige Erschließung des Korridors stärkt Stadlers Position gegen die Konkurrenz. Interoperabilität bleibt ein entscheidendes Verkaufsargument im Schienenmarkt. Hält die Unterstützung am 50-Tage-Durchschnitt bei 24,92 Euro, rückt das bisherige Jahreshoch von 27,86 Euro wieder in den Fokus.

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