Stadler Rail Aktie: FLIRT-Züge für polnische Wielkopolska
Stadler Rail präsentiert das finale Design neuer FLIRT-Züge für die polnische Region Wielkopolska und treibt damit die Expansion in Osteuropa voran.

- Neues FLIRT-Design für Polen vorgestellt
- Entwicklung in Posen, Produktion in Siedlce
- Aktie zeigt sich unbeeindruckt vom Auftrag
- Mittelfristige Prognose für 2026 bestätigt
Stadler Rail hat sein nächstes Auslandsprojekt an Land gezogen. Der Schienenfahrzeugbauer präsentierte dieser Tage das finale Design seiner neuen FLIRT-Züge für die polnische Region Wielkopolska. Es ist ein weiterer Schritt in der Osteuropa-Expansion des Unternehmens.
Posen plant, Siedlce produziert
Die Entwicklung der Züge liegt bei der Ingenieurabteilung von Stadler Polska in Posen. Rund 100 Ingenieure arbeiten dort an dem Projekt. Die Produktion ist im Werk Siedlce geplant. Die neuen FLIRT-Züge sollen künftig für Koleje Wielkopolskie fahren. Das ist der regionale Betreiber der Woiwodschaft Wielkopolska. Die Ausschreibung gewann Stadler auf Basis von Preis, Lieferzeit und Fahrzeuggewicht. Die Züge werden mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS Level 2 ausgestattet sein.
Starke Orderbücher, stabile Prognose
An der Börse ließ sich Stadler von dem Auftrag wenig beeindrucken. Die Aktie schloss am Freitag bei 24,06 Euro – ein Minus von 0,33 Prozent. In den vergangenen sieben Tagen summiert sich der Verlust auf 0,99 Prozent. Seit Jahresanfang steht aber ein Plus von knapp neun Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 26,26 Euro ist der Kurs rund acht Prozent entfernt.
Stadler bestätigte im März seine mittelfristige Prognose. Für 2026 peilt das Management einen Umsatz von deutlich über fünf Milliarden Schweizer Franken an. Die EBIT-Marge soll bei über fünf Prozent liegen. Möglich machen das ein hoher Auftragsbestand und ein Effizienzprogramm in Deutschland. Der Auftragseingang soll das Ein- bis Eineinhalbfache des Jahresumsatzes erreichen. Das sichert die Kapazitätsauslastung. Investitionen von rund 250 Millionen Franken sind für 2026 geplant.
Positionierung im Bahnsektor
Stadler setzt auf eine breite Produktpalette. Das Unternehmen gilt als führend bei Fahrzeugen mit alternativen Antrieben – Wasserstoff und Batterie – sowie bei Zahnradbahnen. Im Juni eröffnete Stadler ein Kundenabnahmezentrum in Hennigsdorf. Der Standort dient als moderne Inbetriebsetzungsanlage für Bahnstromsysteme. Trotz der schwierigen Wirtschaftslage in Deutschland und des starken Schweizer Frankens konnte Stadler 2025 gute Ergebnisse liefern. Der Auftragsbestand liegt inzwischen bei über 32 Milliarden Franken.
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