Stadler Rail Aktie: FS Logistix bestellt Eurolight-Loks
FS Logistix bestellt acht zweikraftfähige Eurolight-Lokomotiven für Mercitalia. Stadler investiert zudem in den Ausbau des Werks in Astana.

- Acht Eurolight Dual für Italien
- Einsatz unter Oberleitung und Dieselbetrieb
- Stadler erweitert Fertigung in Astana
- Rund 100 neue Stellen geplant
Stadler Rail hat einen neuen Auftrag aus Italien erhalten. Der Güterlogistiker FS Logistix bestellte acht zweikraftfähige Lokomotiven des Typs Eurolight Dual für sein Tochterunternehmen Mercitalia Shunting & Terminal. Die Fahrzeuge verfügen über einen kombinierten Gleichstrom- und Dieselantrieb und sind damit sowohl auf elektrifizierten als auch auf nicht elektrifizierten Abschnitten des italienischen Schienennetzes einsetzbar.
Finanzielle Details des Geschäfts gaben die Vertragsparteien nicht bekannt. Die Bestellung ist Teil eines Investitionsprogramms der Ferrovie dello Stato im Gesamtumfang von rund einer Milliarde Euro.
Die Flotte von Mercitalia Shunting & Terminal umfasst mehr als 200 Lokomotiven. An der Börse schloss die Aktie von Stadler Rail gestern bei 31,20 Euro mit einem Plus von 1,5 Prozent. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit einen Wertzuwachs von 44 Prozent.
Technische Ausstattung für den italienischen Güterverkehr
Die vierachsigen Lokomotiven bieten eine elektrische Maximalleistung von drei Megawatt und entwickeln eine Anfahrzugkraft von 330 Kilonewton. Mit einer Achslast von etwa 20 Tonnen eignen sich die Einheiten für vielseitige Einsätze im Güterverkehr. Für den Betrieb unter Oberleitung ist das System auf 3-kV-Gleichstrom ausgelegt, während für stromlose Abschnitte ein Dieselmotor nach Abgasnorm Stage V bereitsteht.
Zur Ausrüstung der Lokomotiven gehören zudem die Zugbeeinflussungssysteme ETCS in der Version B3R2 sowie die italienischen Zugsicherungen SCMT und SSC. Die offizielle Präsentation des Fahrzeugs ist für den 22. September auf der Fachmesse InnoTrans in Berlin vorgesehen.
Ausbau der Fertigung in Kasachstan
Parallel zum italienischen Auftrag treibt der Schienenfahrzeughersteller den Ausbau seiner internationalen Produktionskapazitäten voran. Am Standort im kasachischen Astana investiert Stadler über 14 Milliarden Tenge – umgerechnet rund 25 Millionen Schweizer Franken – in neue Hallen zum Schweißen und Lackieren von Aluminium-Wagenkästen. Es handelt sich um die erste automatisierte Fertigungsanlage dieser Art in Zentralasien.
Am Standort Astana beschäftigt Stadler derzeit 650 Mitarbeiter und plant den Aufbau von rund 100 weiteren Arbeitsplätzen. Für den gesamten Zeitraum von 2023 bis 2031 belaufen sich die geplanten Investitionen des Unternehmens in Kasachstan auf mindestens 29,5 Milliarden Tenge. Für das Gesamtjahr 2026 hat das Management gruppenweite Investitionen von rund 250 Millionen Schweizer Franken vorgesehen.
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