Stadler Rail Aktie: Meilenstein erreicht

Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller kann einen wichtigen operativen Erfolg verbuchen: Die erste TINA-Straßenbahn für Halle erhielt die offizielle Betriebsgenehmigung. Doch diese Zulassung ist mehr als nur ein lokales Ereignis – sie markiert den Startschuss für die Serienauslieferung einer Plattform, die bereits in mehreren europäischen Städten geordert wurde. Parallel dazu sicherte sich Stadler Anfang Februar Milliarden-Aufträge in Dänemark und der Türkei.
Grünes Licht für 56 Fahrzeuge
Am 19. Februar übergab Sachsen-Anhalts Infrastrukturministerin die Inbetriebnahmegenehmigung für die erste MGT-M-Straßenbahn an die Hallesche Verkehrs-AG. Die Technische Aufsichtsbehörde hatte zuvor die Betriebsgenehmigung erteilt. Entscheidend: Die Konformitätsprüfung des ersten Fahrzeugs gilt als Nachweis für alle weiteren 38 Einheiten der M-Serie.
Insgesamt hat HAVAG 56 TINA-Niederflur-Straßenbahnen bestellt – 39 in der M-Version mit 30,4 Metern Länge und 17 in der XL-Variante mit 45,4 Metern. Die M-Version bietet 64 Sitzplätze und Raum für 103 Stehplätze. In den kommenden Monaten sollen weitere Fahrzeuge in den Passagierbetrieb gehen.
TINA-Plattform mit wachsender Reichweite
Die Zulassung in Halle unterstreicht die strategische Bedeutung der TINA-Plattform für Stadlers Tram-Geschäft. Neben Halle hat das Unternehmen Verträge über 28 TINA-Straßenbahnen für Rostock und 62 Einheiten für Den Haag abgeschlossen. In Darmstadt sind TINA-Trams bereits im Einsatz, wobei Stadler Anfang Februar Modifikationen zur Vibrationsreduktion umgesetzt hat.
Milliarden-Deals im Februar
Die Hallenser Zulassung fällt in eine Phase intensiver Auftragsaktivität. Am 6. Februar unterzeichnete Stadler gemeinsam mit Siemens Mobility einen Rahmenvertrag mit den Dänischen Staatsbahnen über 226 vollautomatisierte Vierwagen-Triebzüge. Der Auftragswert beläuft sich auf rund drei Milliarden Euro, mit einer Option auf bis zu 100 weitere Einheiten. Die Züge sollen ab 2032 im fahrerlosen Betrieb eingesetzt werden.
Drei Tage später folgte der Zuschlag für 35 Fernverkehrslokomotiven an die türkische TCDD Taşımacılık. Parallel gab Stadler personelle Veränderungen im Verwaltungsrat bekannt: Christoph Franz und Wojciech Kostrzewa treten an der Generalversammlung am 5. Mai nicht mehr zur Wiederwahl an. Als Nachfolger werden Sabrina Soussan, ehemalige Co-CEO von Siemens Mobility, und Michael Schöllhorn vorgeschlagen.
Jahresbericht steht bevor
Am 18. März veröffentlicht Stadler den Jahresbericht für 2025. Per 30. Juni 2025 lag der Auftragsbestand bei 29,4 Milliarden Schweizer Franken. Der Umsatz im ersten Halbjahr betrug 1,4 Milliarden Franken bei einer EBIT-Marge von 2,6 Prozent.
Das Management hatte für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum von deutlich über zehn Prozent sowie eine EBIT-Marge von vier bis fünf Prozent in Aussicht gestellt. Für 2026 peilt Stadler einen Umsatzsprung auf über fünf Milliarden Franken an. Mittelfristig hält das Unternehmen eine EBIT-Marge von sechs bis acht Prozent für realistbar.
Kritisch bleibt die Cashflow-Entwicklung: Im ersten Halbjahr 2025 verschlechterte sich die Netto-Cash-Position von plus 368 Millionen auf minus 407 Millionen Franken. Stadler begründete dies mit dem Hochfahren der Produktion und der Verwendung zuvor gesammelter Vorauszahlungen.
Die operative Auftragslage mit dem Kopenhagen-Großauftrag und den fortlaufenden Auslieferungen liefert Stadler eine breite Projektbasis. Am 18. März wird sich zeigen, ob sich dies auch in verbesserten Margen und einer stabilisierten Cashflow-Situation niederschlägt.
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