Stahlhändler Klöckner & Co. wächst wieder

Das Duisburger Unternehmen Klöckner & Co. kann für das vergangene Geschäftsjahr sein bestes operatives Ergebnis seit fünf Jahren bekannt gegeben und schreibt wieder schwarze Zahlen.

Klöckner & Co. hat sein Ebitda im Geschäftsjahr 2016 von 86 Mio. Euro im Vorjahr (vor Restrukturierungsaufwendungen) auf nun 196 Mio. Euro gesteigert. Das ist so viel wie seit fünf Jahren nicht mehr. Unter dem Strich bleiben 38 Mio. Euro in den Büchern stehen - nach noch einem Rekordverlust von 349 Mio. Euro im vergangenen Jahr. Allerdings ging der Umsatz um 11,1 % auf 6.444 Mio. Euro zurück.

Dies lag an denen im Durchschnitt niedrigeren, aber unterjährig steigenden Stahlpreisen. Sie haben den Umsatz negativ, aber das Ergebnis positiv beeinflusst. Weiterhin belastet wurde der Umsatz durch restrukturierungsbedingte Absatzrückgänge, während das Ergebnis davon profitierte.

Klöckner & Co. will wieder Dividende zahlen

Der SDAX-Konzern strebt nach diesen guten Zahlen auch wieder die Zahlung einer Dividende an. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 soll wieder eine Dividende in Höhe von 0,20 Euro gezahlt werden, nachdem die Aktionäre im vergangenen Jahr leer ausgingen.

"Vor dem Hintergrund der erreichten Rückkehr in die Gewinnzone und der verbesserten Rahmenbedingungen werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 20 Cent je Aktie vorschlagen", kommentierte Firmenchef Gisbert Rühl die Entscheidung und Überraschung für die Anteilseigner.

Ausblick: Weiter steigende Ergebnisse

Für 2017 erwartet das Unternehmen aus Duisburg leichte Anstiege der realen Stahlnachfrage. Besonders in den wesentlichen Absatzmärkten Europa und USA. Der Umsatz soll laut Schätzung leicht überproportional zur Nachfrage zulegen. Wobei der Anstieg im ersten Quartal 2017 mit einem Ebitda zwischen 65 bis 75 Mio. Euro, unterstützt durch weiter gestiegene Stahlpreise, voraussichtlich sehr deutlich ausfallen wird. Die Vorjahreszahl hatte noch bei 16 Mio. Euro gelegen.

Klöckner profitiert weiterhin von dem strikten Sparkurs, den Chef Rühl dem Unternehmen verordnet hatte. So waren 16 Standorte geschlossen und mehrere Tausend Arbeitsplätze gestrichen worden. Zudem beginnt in 2017 eine neue Organisationsstruktur, mit der gleichfalls Kosten gesenkt werden sollen.

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