Standard Lithium Aktie: Franklin-Studie enttäuscht?

Die vorläufige Bewertung modelliert bis zu 70.000 Tonnen Lithiumcarbonat jährlich und empfiehlt eine Machbarkeitsstudie.

Die Kernpunkte:
  • Franklin-Bericht am 20. Oktober eingereicht
  • Modell sieht 20 Jahre Betrieb vor
  • Geschätzter NPV8: 5,9 Milliarden Dollar
  • Ralph Alexander ins Board berufen

Standard Lithium hat gemeinsam mit Partner Equinor am 20. Oktober den technischen Bericht zur vorläufigen Wirtschaftlichkeitsbewertung des Franklin-Projekts bei SEDAR+ eingereicht. Die Studie modelliert eine jährliche Produktion von bis zu 70.000 Tonnen Lithiumcarbonat in Batteriequalität. Die Aktie fiel gestern um 3,4% und schloss bei 1,24 €.

Wirtschaftlichkeitsstudie empfiehlt weitere Prüfung

Nach Angaben von Standard Lithium legt die Untersuchung eine Betriebsdauer von 20 Jahren zugrunde. Über diesen Zeitraum sieht das Modell eine Gesamtproduktion von 1,29 Millionen Tonnen Lithiumcarbonat vor. Die Mengenangaben beschreiben damit das in der vorläufigen Wirtschaftlichkeitsbewertung modellierte Produktionspotenzial des Franklin-Projekts.

Für die Wirtschaftlichkeit nennt die Studie einen geschätzten unverschuldeten Kapitalwert vor Steuern, bezeichnet als NPV8, von 5,9 Milliarden $. Die ebenfalls vor Steuern berechnete interne Rendite wird auf 25,7% geschätzt. Diese Kennzahlen gehören zur vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung, die Standard Lithium und Equinor mit dem technischen Bericht eingereicht haben.

Die Studie veranschlagt zudem eine Amortisationsdauer von drei Jahren. Als weiteren Entwicklungsschritt empfiehlt sie, das Projekt in eine vorläufige Machbarkeitsstudie zu überführen. Diese Empfehlung ist Bestandteil der Untersuchung; sie beschreibt den vorgeschlagenen nächsten Prüfungsschritt für Franklin.

Ralph Alexander zieht ins Board ein

Eine weitere Unternehmensmeldung betrifft die Besetzung des Führungsgremiums: Standard Lithium berief Ralph Alexander am 13. Oktober in sein Board of Directors. Die Ernennung ergänzt die Nachrichtenlage um eine personelle Veränderung neben der wirtschaftlichen Untersuchung des Projekts mit Partner Equinor.

Standard Lithium hat außerdem ein Formular 6-K bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Damit liegt neben dem technischen Bericht zum Franklin-Projekt eine weitere Pflichtmitteilung des Unternehmens vor.

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