Standard Lithium Aktie: Smackover-Knoten?

Zusätzliche Liefermengen stärken Arkansas, während für die Projekte in Arkansas und Texas umfangreiche Finanzierung erforderlich ist.

Die Kernpunkte:
  • Trafigura kann jährlich mehr Lithium beziehen
  • Kundenvolumen steigt auf 20.000 Tonnen
  • Arkansas-Kreditpaket von 1,1 Milliarden angestrebt
  • Franklin-Anlage mit 70.000 Tonnen Jahreskapazität geplant

Die Entwicklung neuer Förderkapazitäten für Batterierohstoffe verlangt enorme Investitionen. Standard Lithium treibt gemeinsam mit dem Partner Equinor gleich zwei Großvorhaben in Nordamerika voran. Während die operativen Vorbereitungen und Kundenvereinbarungen wachsen, rückt die Finanzierung der Milliardenprojekte immer stärker in den Mittelpunkt.

Ausbau der Lieferverträge in Arkansas

Für das South-West-Arkansas-Projekt sicherte sich das Gemeinschaftsunternehmen Smackover Lithium am Montag eine Erweiterung der bestehenden Abnahmevereinbarung. Der Rohstoffhändler Trafigura kann nun jährlich bis zu 4.000 zusätzliche Tonnen batteriefähiges Lithiumkarbonat beziehen. Damit steigt das maximale Volumen für diesen Abnehmer auf 12.000 Tonnen pro Jahr.

Zusammen mit den vor rund einem Monat vereinbarten Liefermengen für LG Energy Solution klettert das gesamte potenzielle Kundenvolumen auf 20.000 Tonnen jährlich. Die Partnerschaft übertrifft damit das ursprünglich anvisierte Ziel von 18.000 Tonnen. Durch diese vertragliche Absicherung liegt der Schwerpunkt nun auf der Fremdkapitalfinanzierung. Dafür streben die Partner ein Kreditpaket von rund US$1,1 Milliarden an.

Dimensionen des Franklin-Projekts in Texas

Neben Arkansas plant das Joint Venture ein weiteres Vorhaben. Am 8. September veröffentlichte Smackover Lithium eine erste wirtschaftliche Bewertung für das Franklin-Projekt in Osttexas. Die dort geplante Anlage ist auf eine Jahreskapazität von bis zu 70.000 Tonnen Lithiumkarbonat ausgelegt. Die anfänglichen Investitionskosten werden auf US$3,5 Milliarden geschätzt.

Die Studie weist für das Vorhaben einen Kapitalwert nach Steuern von US$5,0 Milliarden aus. Zudem wird der interne Zinsfuß nach Steuern mit 24 Prozent beziffert. Als Berechnungsgrundlage diente dabei ein angenommener Lithiumkarbonatpreis von US$22.400 je Tonne.

Standard Lithium hält eine wirtschaftliche Beteiligung von 55 Prozent an dem texanischen Partnerschaftsprojekt. Die Dimensionen beider Standorte verdeutlichen die langfristigen Ambitionen des Unternehmens im nordamerikanischen Markt.

Hoher Kapitalbedarf dämpft Kursentwicklung

Trotz der vertraglichen Fortschritte bei den Abnahmemengen und der Veröffentlichung positiver Projektstudien reagieren Anleger zurückhaltend. Vor allem die Beschaffung der notwendigen Milliardenmittel für den Bau der Anlagen erfordert erhebliche finanzielle Anstrengungen beider Partner.

Im gestrigen Handel ging das Papier mit einem Schlusskurs von 1,60 € aus dem Handel. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief beträgt damit 3,0 %. Für die weitere Entwicklung des Entwicklers wird entscheidend sein, zu welchen Konditionen Smackover Lithium das angestrebte Fremdkapitalpaket für Arkansas abschließen kann.

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