Star Copper: 10 Millionen Aktien für Projekte

Star Copper soll Zymo vollständig und Indata zu 95,3 Prozent erwerben. Aktionärsvotum und TSX-Venture-Zustimmung stehen noch aus.

Die Kernpunkte:
  • Zymo vollständig, Indata mehrheitlich übernommen
  • Zehn Millionen neue Aktien vorgesehen
  • Eastfield-Aktionäre müssen dem Geschäft zustimmen
  • Star-Copper-Aktie verliert 0,4 Prozent

Der kanadische Rohstoffexplorer Star Copper steht vor einem bedeutenden Zuwachs seines Projektportfolios. Wie gestern durch eine Klarstellung des Partners Eastfield Resources bekannt wurde, sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Übernahme der Mineralprojekte Zymo und Indata neu eingeordnet worden.

Die Transaktion sichert dem Unternehmen den Zugriff auf aussichtsreiche Kupfer- und Goldvorkommen in British Columbia, wird jedoch aufgrund personeller Verflechtungen unter besonderer Aufsicht der Börsenorgane vollzogen.

Transaktionsstatus und Corporate Governance

In der gestrigen Mitteilung präzisierte Eastfield Resources, dass der Verkauf der Projekte formal nicht als Transaktion unter nahestehenden Unternehmen („Related Party Transaction“) eingestuft wird.

Diese Einordnung korrigiert frühere Annahmen über den Status des Geschäfts. Dennoch gilt das Vorhaben als prüfungspflichtige Veräußerung („Reviewable Disposition“), da es sich nicht um ein Geschäft zwischen völlig unabhängigen Dritten handelt („not arm’s length“).

Hintergrund dieser Einstufung ist eine personelle Überschneidung in den Führungsgremien beider Unternehmen. William Morton bekleidet sowohl bei Star Copper als auch bei Eastfield Resources ein Direktorat.

Um den Anforderungen an eine saubere Corporate Governance gerecht zu werden, hat sich Morton laut Unternehmensangaben bei sämtlichen Abstimmungen und Entscheidungsprozessen bezüglich des Verkaufs seiner Stimme enthalten. Durch dieses Vorgehen soll die Unabhängigkeit der Verhandlungen gewahrt bleiben.

Bedingungen für den Projekterwerb

Die Vereinbarung sieht vor, dass Star Copper 100 Prozent der Anteile am Zymo-Projekt sowie eine Beteiligung von 95,3 Prozent am Indata-Projekt übernimmt. Die Finanzierung erfolgt vollständig über die Ausgabe von 10.000.000 neuen Aktien von Star Copper an die Verkäuferseite.

Ein wesentlicher Aspekt des Abkommens ist der Verzicht auf Vermittlungsprovisionen; es fallen keine sogenannten „Finder’s Fees“ für die Einleitung oder den Abschluss des Geschäfts an.

Bevor die Akquisition finalisiert werden kann, müssen die Aktionäre von Eastfield Resources ihre Zustimmung erteilen. Hierbei ist ein Quorum von mindestens 50 Prozent der unbeteiligten („disinterested“) Anteilseigner erforderlich.

Zudem steht der Vollzug unter dem Vorbehalt der endgültigen Akzeptanz durch die zuständige Börse, die TSX Venture Exchange. Details zu einer möglichen Bewertung der Liegenschaften oder spezifische Haltefristen für die neu emittierten Aktien wurden in der aktuellen Stellungnahme nicht veröffentlicht.

Marktreaktion und chartfeste Einordnung

An der Börse wurde die Nachricht verhalten aufgenommen. Die Aktie von Star Copper notiert am heutigen Freitag bei 0,5160 Euro, was einem geringfügigen Rückgang von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vortag entspricht. Das Papier bewegt sich damit weiterhin deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 0,9450 Euro, das Anfang Januar erreicht wurde.

Trotz der jüngsten operativen Fortschritte und der Portfolioerweiterung weist der Wert seit Jahresbeginn eine negative Performance von 18 Prozent auf. Anleger warten nun auf den Abschluss der formalen Genehmigungsverfahren und weitere Daten aus den Projekten, um die langfristigen Auswirkungen der Übernahme auf die Ressourcenbasis des Unternehmens besser einschätzen zu können.

Die Integration der neuen Flächen in British Columbia gilt als strategischer Schritt, um die Position von Star Copper im Sektor für Kupfer- und Goldexploration zu festigen.

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