Star Copper Aktie: Test der 1,00-CAD-Marke

Star Copper schließt bei 1,00 CAD und steht vor richtungsweisenden Bohrungen im Juni, während der Kupfermarkt eine Angebotslücke erwartet.

Die Kernpunkte:
  • Aktie schließt bei 1,00 CAD
  • Große Bohrkampagne startet im Juni
  • Kupfermarkt vor Angebotsdefizit 2026
  • US-Zölle könnten Projekte aufwerten

Der Mai endete für Star Copper mit einer technischen Korrektur. Die Aktie des Kupfer-Explorers schloss am Freitag bei exakt 1,00 CAD an der Canadian Securities Exchange – minus 4,29 Prozent. Ein psychologisch wichtiger Level, den die Märkte in den kommenden Tagen genau beobachten werden.

Der Rutsch auf die runde Marke folgt auf eine Woche mit erhöhter Volatilität. Zuvor notierte der Titel noch bei 1,05 und 1,03 CAD, bevor die Verkäufer die Oberhand gewannen. In Frankfurt lag der Schlusskurs bei 0,6510 Euro. Mit einem RSI von 53,0 bewegt sich die Aktie technisch im neutralen Bereich – weder überkauft noch überverkauft.

Kupfermarkt vor struktureller Verknappung

Der Juni könnte zum Wendepunkt für die gesamte Kupferbranche werden. Große Investmentbanken rechnen mit einem massiven Angebotsdefizit. Morgan Stanley sagt für 2026 einen Fehlbestand von 600.000 Tonnen voraus – der größte seit über zwei Jahrzehnten. J.P. Morgan liegt mit 330.000 Tonnen etwas niedriger. Goldman Sachs korrigierte seine Preisprognose leicht nach unten, erwartet aber weiterhin einen Durchschnittspreis von 12.650 Dollar pro Tonne.

Hinzu kommt ein politischer Faktor: Das US-Handelsministerium will im Juni die Ergebnisse seiner Section 232-Untersuchung zu raffinierten Kupferimporten vorlegen. Goldman-Analysten halten einen Zoll von mindestens 25 Prozent für möglich. Das würde nordamerikanische Projekte wie Star Coppers Flaggschiff-Liegenschaft in British Columbia schlagartig aufwerten.

Größte Bohrkampagne der Firmengeschichte

Star Copper startet mit einer vollfinanzierten Explorationssaison – über 12 Millionen Dollar aus Flow-Through-Finanzierungen stehen bereit. Erste Schritte sind gemacht: Die Bohrstellen an den Satellitenzielen Star North, Star East und Copper Creek sind bereits gebaut.

Im Juni kommen ein zweiter Bohrturm und ein Spezialteam am Star-Projekt an. Parallel dazu sind moderne 3D-IP- und MT-Messungen geplant, um tiefere Porphyrstrukturen präziser zu kartieren. Die Saison zielt erstmals auf eine district-scale Bewertung des Gesamtsystems ab – der bisher größte Kraftakt des Unternehmens.

Das Jahr 2026 ist für Star Copper richtungsweisend. Der Kupfermarkt zeigt strukturelle Verspannungen, ein US-Einfuhrzoll könnte die Stimmung zusätzlich anheizen. Und die Bohrungen im Juni werden entscheiden, ob aus dem vielversprechenden Projekt eine eigenständige Lagerstätte wird.

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