Starbucks: Tolle Zahlen, aber wohin führt der Weg?

Der Kaffee-Gigant Starbucks hat sehr gute Quartalszahlen vorgelegt. Das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2015/2016 war laut Konzern sogar das profitabelste in der Unternehmens-Geschichte. Für die Aktie ging es trotzdem nur leicht nach oben, der langfristige Abwärtstrend ist scheinbar immer noch nicht durchbrochen – woran liegt das und wie geht es weiter für die Aktie?

© Starbucks
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Ein Umsatzplus von 16 Prozent auf 5,71 Milliarden US-Dollar sowie ein Gewinnzuwachs von 23 Prozent auf 801 Millionen Dollar können eindeutig als Erfolg verbucht werden. Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte Starbucks also kräftig zulegen.

Mit mehr als 2.000 neuen Filialen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit eröffnet worden sind, schreitet auch die globale Expansion voran. Aufgrund der guten Zahlen schüttet das Kaffee-Unternehmen nun eine um fünf Cent erhöhte Quartalsdividende aus – sie liegt jetzt bei 25 Cent pro Aktie. Nach den guten Nachrichten kletterte die Aktie nach oben, allerdings nur ein bisschen.

Aktie steigt nach Quartalszahlen – aber warum nur ein bisschen?

Nach dem tollen Abschlussquartal dürfte man eigentlich sogar mit einem deutlichen Kurssprung der Starbucks-Aktie rechnen. Stattdessen kletterte der Titel nachbörslich „nur“ 1,3 Prozent nach oben. Im Vergleich zur letzten Woche steht sogar ein Minus von mehr als drei Prozent zu Buche.

Das liegt zum einen daran, dass die Erwartungen an den Konzern sehr groß sind. Seit dem riesigen Kurswachstum zwischen 2009 und 2015 ist das Papier nicht mehr niedrig bewertet und zudem seit rund einem Jahr in einem Seitwärts- und Abwärtstrend gefangen. Zum anderen expandiert Starbucks zwar weiterhin, die Konkurrenz jedoch schläft nicht. Sowohl andere große Ketten als auch einzelne Kaffeehäuser treten gegen den US-Konzern an.

Starbucks-Aktie bald mit dem Turnaround?

Ob der Titel bald aus der schwierigen Phase herauskommt, bleibt abzuwarten. Derzeit reichen die guten Zahlen dafür offensichtlich nicht aus. Das schwierige Marktumfeld vor der US-Wahl spielt aber sicherlich auch eine Rolle.

So besteht für Starbucks-Aktionäre also durchaus Grund zur Hoffnung, dass es bald wieder nachhaltig aufwärts geht. Vor allem zwei Dinge sollte der Konzern dafür in den kommenden Monaten liefern: Der Filialausbau sollte weiterhin so gut vorangehen und die Gewinnmarge möglichst stabil bleiben.

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