Steinhoff: Die Schlinge zieht sich immer enger

Zum angeschlagenen Möbelkonzern Steinhoff International Holdings ist in den vergangenen Wochen eigentlich alles gesagt worden.

Das Unternehmen kämpft nach wie vor ums Überleben, stellt sich dabei mitunter aber äußerst ungeschickt an. Abgesehen vom Auslöser, dem Bilanzskandal, sorgten merkwürdige Gehaltsforderungen von Aufsichtsräten genauso für Trubel wie schlechte Geschäftszahlen.

Steinhoff ohne Rating

Das alles sorgte nicht nur dafür, dass die Aktie inzwischen nur noch wenige Cent wert ist. Auch bei den Anleihen stehen nach wie vor große Fragezeichen hinter ihrer Werthaltigkeit. Und gerade hier gab es nun erneut einen Dämpfer. Denn die Ratingagentur Moody´s hat sämtliche Bonitätsnoten für Steinhoff International Holdings zurückgezogen. Begründet wurde dies damit, dass man über keine ausreichenden Informationen aus dem Unternehmen verfügen würde. Zuletzt lag das Rating bei Moody´s im Bereich von C-, was übersetzt stark ausfallgefährdet bedeutet.

Optionen werden weniger

Kann der Rückzug einer Bonitätseinstufung in dieser Lage überhaupt noch schaden? Ja, er kann! Denn ohne Rating verschlechtern sich die Optionen von Steinhoff weiter, mögliche Refinanzierungsquellen anzuzapfen. Viele Banken und institutionelle Anleger haben in ihren Regelwerken einen Ausschluss von Investments in nicht gerateten Unternehmen.

Der nächste Sargnagel?

Andere, gut aufgestellte Firmen, die ebenfalls über keinen Bonitätsrating verfügen (was meist auch teuer bezahlt werden muss) haben sicherlich andere Möglichkeiten und Finanzierungskanäle. Doch gerade Steinhoff hat hier überhaupt keinen Spielraum.

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