Steinhoff International: Und wieder eine Enttäuschung

Die verbliebenen Aktionäre des angeschlagenen Möbelhändlers Steinhoff International sind ja bereits Kummer gewohnt. Über den Niedergang des Handelskonzerns, der aufgrund eines Bilanzskandals am Rand des Aus steht, könnte man inzwischen ein Buch schreiben. Das jüngste Kapitel dabei trägt die südafrikanische Tochter Steinhoff Africa Retail bei.

Denn das Unternehmen, das erst im vergangenen September vom Konzern abgespalten wurde, musste im ersten Fiskalhalbjahr kräftige Rückgänge in der Profitabilität verzeichnen. Zwar konnte das Unternehmen seinen Umsatz um fast 16 % auf 33 Milliarden Rand steigern. Doch im Gegenzug fiel der Vorsteuergewinn um satte 13 %. Das Ergebnis je Aktie halbierte sich erwartungsgemäß nahezu. Die Südafrikaner begründeten dies natürlich mit den negativen Einflüssen von der Muttergesellschaft.

Steinhoff Aktie wieder unter Druck

Während das zumindest bei einigen Aktionären der ebenfalls börsennotierten Steinhoff Africa Retail wirkte und sich entsprechend die Verluste in Grenzen hielten, sieht es bei der deutschen Notierung des ehemaligen Poco-Besitzers (Einrichtungskette Poco wurde erst kürzlich an XXL-Lutz verkauft) erneut ziemlich düster aus. Denn heute verbucht die Aktie ein heftiges Minus von 10 %. Allerdings: Auf dem derzeitigen Niveau, wo eine Aktie nicht mal mehr zehn Cent auf Xetra kostet, sind solche zweistelligen prozentualen Kursbewegungen keine so große Überraschung.

Achtung: Zockerpapier!

Denn natürlich ist Steinhoff International längst zum Zockerwert par excellence geworden. Dabei dreht sich alles um die Frage, ob es dem Unternehmen gelingt, wirtschaftlich zu überleben. Je nach Nachrichtenlage schwankt die Aktie entsprechend in die eine oder andere Richtung. Für ernsthafte und vor allen Dingen langfristig ausgelegte Investments ist dieser Titel allerdings nicht mehr die richtige Wahl.

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