Steinhoff rutscht immer tiefer ab

Der südafrikanische Möbel-Konzern Steinhoff rutscht immer tiefer in den Keller. Heute veröffentlichte das Unternehmen Zahlen für das erste Geschäfts-Halbjahr und die waren tiefrot. Der operative Verlust hat sich mehr als verdoppelt.

Der Fehlbetrag vom Oktober bis Ende März beläuft sich unterm Strich auf eine Summe von 621 Millionen Euro. Das meldete der Konzern heute auf vorläufiger Basis im südafrikanischen Stellenbosch. Allerdings sind die Zahlen noch ungeprüft. Denn aufgrund des Bilanzskandals gibt es nur eingeschränkt Informationen, die man veröffentlichen darf.

Steinhoff-Aktie fast wertlos

Der SDAX-Konzern, der erst kürzlich aus dem MDAX geflogen ist, beendete die erste Hälfte seines Geschäftsjahres mit einem Minus von 0,15 Euro je Aktie. Damit ist der Fehlbetrag um fast 6 Cent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr gestiegen. Die Aktie beendete den heutigen Handelstag mir rund 8 Cent und ist damit nahezu wertlos.

Steinhoff mit Umsatzrückgang in den USA

Und auch beim Umsatz musste, zumindest in den USA, ein weiterer Rückgang vermeldet werden. Insgesamt ging es von 9,896 Milliarde auf 9,345 Milliarden Euro zurück. Allerdings gab es auch einen kleinen Lichtblick, denn in Europa und Südafrika legte der Umsatz im ersten Geschäfts-Halbjahr zu.

Ein weiterer kleiner Lichtschimmer ist wohl auch, dass die POCO-Mutter von ihren Kreditgebern noch etwas mehr Zeit erhält. Wichtige Gläubiger halten noch etwas länger die Füße still und haben Steinhoff zugesagt, den Restrukturierungsprozess noch bis zum 20. Juli unterstützend zu begleiten. Bisher war man noch von einer Frist bis zum 30. Juni ausgegangen.

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