Stellantis Aktie: Free2move-Verkauf an Mutares geplant

Stellantis meldet für Q2 2026 einen Nettogewinn von 0,3 Mrd. Euro, getragen vom US-Wachstum. Europa bleibt schwach, Portfolio wird gestrafft.

Die Kernpunkte:
  • Quartalsgewinn von 0,3 Milliarden Euro
  • Nordamerika-Umsatz steigt um 32 Prozent
  • Free2move-Anteil wird an Mutares verkauft
  • Leapmotor-Absatz in Europa versechsfacht

Stellantis fängt sich. Nach einer Phase herber Verluste und personeller Wechsel kehrt der Autogigant im zweiten Quartal 2026 in die Gewinnzone zurück. Besonders das US-Geschäft liefert die nötige Dynamik für die operative Wende.

Umsatzsprung in Nordamerika

Der Nettoumsatz kletterte im zweiten Quartal um 13 Prozent auf 43,5 Milliarden Euro. In Nordamerika sprangen die Erlöse im Jahresvergleich sogar um 32 Prozent nach oben. Gefragte Modelle der Marken Ram und Jeep trieben dieses Wachstum maßgeblich voran.

Unterm Strich steht ein Nettogewinn von 0,3 Milliarden Euro. Damit schüttelt der Konzern das Vorjahresminus von 1,87 Milliarden Euro ab. Der industrielle freie Cashflow verbesserte sich parallel dazu auf eine Milliarde Euro.

Sorgenkind Europa

In Europa kämpft Stellantis indes mit harten Bandagen. Während der Umsatz stagnierte, rutschte die bereinigte operative Marge auf minus 0,6 Prozent ab. CEO Antonio Filosa verwies auf den massiven Preisdruck durch chinesische Wettbewerber.

Das Management strafft deshalb das Portfolio konsequent. Stellantis verkauft seine gesamte Beteiligung am Carsharing-Dienst Free2move an die Investmentgesellschaft Mutares. Dieser Schritt soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Strategische Allianz mit Leapmotor

Parallel zum Portfolio-Umbau forciert Stellantis die Kooperation mit dem Partner Leapmotor. Der Europa-Absatz der chinesischen Marke hat sich im ersten Halbjahr versechsfacht. Künftig sollen diese Elektromodelle verstärkt in spanischen Werken vom Band laufen.

An der Börse bleibt die Stimmung trotz der operativen Erholung angespannt. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 45 Prozent an Wert verloren. Aktuell notiert das Papier bei 5,15 Euro.

Stellantis hält dennoch an seinem Ausblick für das laufende Geschäftsjahr fest. Der Vorstand strebt ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Die industrielle Liquidität von 44,1 Milliarden Euro sichert die Finanzierung der weiteren Strategie bis 2030 ab.

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