Stellantis Aktie: Fünf-Jahres-Tief in Paris
Der Kurs sank in Paris auf 3,90 Euro, während die US-Behörde ihre Untersuchung zu Chrysler-Fahrzeugen einstellte.

- Aktie verliert in Paris 3,50 Prozent
- Schlusskurs erreicht 3,90 Euro
- US-Behörde beendet vorläufige Chrysler-Untersuchung
- Verfahren betraf 1.076.999 Fahrzeuge
Stellantis-Aktien sind am Dienstag auf ihren niedrigsten Stand seit fünf Jahren gefallen. An der Pariser Börse verlor das Papier 3,50 Prozent und schloss bei 3,90 Euro. Damit gehörte der Autobauer zu den schwächsten Werten im CAC 40, der insgesamt um 0,53 Prozent auf ein Drei-Monats-Tief nachgab.
Der breite Marktabschwung traf vor allem Öl-, Konsumgüter- und Gesundheitswerte, doch Stellantis stach mit seinem Kursverlust besonders negativ heraus. Während Chiphersteller wie STMicroelectronics oder Soitec zulegten, gehörte der Fiat-Chrysler-Mutterkonzern neben Eurofins Scientific und Eiffage zu den größten Verlierern der Sitzung.
Behördenverfahren in den USA beendet
Parallel zur schwachen Kursentwicklung kam Entspannung von regulatorischer Seite. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat ihre vorläufige Untersuchung zu mehr als einer Million Chrysler-Fahrzeugen eingestellt. Im Fokus standen Berichte über Motorraumbrände bei ausgeschalteter Zündung, die insgesamt 1.076.999 Fahrzeuge betrafen.
Die Einstellung des Verfahrens nimmt zumindest einen regulatorischen Unsicherheitsfaktor von der Aktie. Für die Kursbewegung selbst lieferte die Nachricht aber keinen erkennbaren Impuls — der Ausverkauf in Paris folgte offenbar eher der breiten Marktschwäche als unternehmensspezifischen Faktoren.
Mit dem Rutsch unter die Vier-Euro-Marke markiert Stellantis einen Tiefstand, den die Aktie zuletzt vor fünf Jahren gesehen hat. Ob sich der Abwärtstrend fortsetzt, dürfte sich in den kommenden Handelstagen zeigen, wenn klar wird, ob es sich um eine branchenweite Korrektur oder eine spezifische Schwäche des Autobauers handelt.
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