Stellantis Aktie: Hoffnungsschimmer in Europa
Stellantis steigert seine Verkäufe in Europa gegen den Markttrend, während ein radikaler Strategiewechsel zu Hybridmodellen Milliarden kostet und die Dividendenzahlungen aussetzt.

- Absatzwachstum von 6,7 % gegen Marktrückgang
- Außerordentliche Abschreibungen von 22,2 Milliarden Euro
- Fokus auf Hybridmodelle und US-Marktausbau
- Dividende ausgesetzt, operative Verluste erwartet
Stellantis stemmt sich gegen den negativen Trend in der europäischen Automobilbranche. Während der Gesamtmarkt zu Beginn des Jahres schwächelt, konnte der Konzern seinen Absatz deutlich steigern und wichtige Marktanteile gewinnen. Doch hinter den stabilen Verkaufszahlen verbirgt sich ein radikaler finanzieller Umbau, der das Unternehmen Milliarden kostet.
Wachstum gegen den Markttrend
Im Januar 2026 zeigte sich eine deutliche Kluft zwischen Stellantis und dem restlichen europäischen Automobilmarkt. Während die Neuzulassungen in der Region (EU, EFTA und UK) insgesamt um 3,5 % zurückgingen, steigerte Stellantis seine Verkäufe um 6,7 %. Damit kletterte der Marktanteil des Konzerns auf 17,1 %. Besonders stark präsentierte sich das Unternehmen innerhalb der Europäischen Union mit einem Zuwachs von über 9 % auf rund 145.750 Fahrzeuge.
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Dieser Erfolg stützt sich vor allem auf die Kernmarken des Portfolios. Fiat ragte mit einem Absatzplus von fast 25 % heraus, gefolgt von Citroën und Opel/Vauxhall, die ebenfalls zweistellige Zuwächse verzeichneten. Im Gegensatz dazu mussten direkte Wettbewerber wie die Volkswagen Gruppe und Renault Federn lassen und verzeichneten rückläufige Verkaufszahlen.
Milliardenschwere Korrekturen und Strategiewechsel
Trotz der operativen Erfolge im Vertrieb befindet sich Stellantis in einer schwierigen finanziellen Neuausrichtung. Der Konzern hat außerordentliche Abschreibungen in Höhe von 22,2 Milliarden Euro angekündigt. Diese massiven Wertberichtigungen sind in erster Linie die Folge einer strategischen Kurskorrektur bei den Elektromodellen.
Kann die neue Fokusierung auf Hybrid-Modelle die Verluste aus der bisherigen E-Mobilitäts-Offensive auffangen? CEO Antonio Filosa hat 2026 zum Jahr der Umsetzung erklärt, in dem die Produktplanung effizienter gestaltet werden soll. Die Kosten für den Umbau der Lieferketten und die Anpassung der Modellpalette führen dazu, dass das Unternehmen für das zweite Halbjahr 2025 mit einem operativen Verlust zwischen 1,2 und 1,5 Milliarden Euro rechnet. In der Folge wurden die Dividendenzahlungen vorerst ausgesetzt.
Fokus auf Hybride und USA-Geschäft
Ein zentraler Bestandteil der Turnaround-Strategie ist die Rückkehr zu traditionellen Hybrid-Modellen, insbesondere im wichtigen US-Markt. Hier setzt Stellantis große Hoffnungen auf den neuen Jeep Cherokee, der preislich aggressiv im Hybrid-Segment positioniert wird. Ziel ist es, den US-Absatz im Jahr 2026 um 25 % auf 1,15 Millionen Fahrzeuge zu steigern.
Anleger reagierten verhalten optimistisch auf die jüngsten Absatzdaten; die Aktie notiert aktuell bei 6,63 €. Damit stabilisiert sich das Papier leicht, nachdem es auf Sicht von zwölf Monaten rund die Hälfte seines Wertes verloren hat.
Am 26. Februar wird Stellantis die vollständigen Jahresergebnisse für 2025 vorlegen. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet das Management ein moderates Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich, während ein positiver industrieller Cashflow erst für das Jahr 2027 wieder als festes Ziel anvisiert wird.
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