Stellantis Aktie: Operative Wende, Nettoverlust bleibt
Stellantis verbesserte das bereinigte operative Ergebnis, verzeichnete aber 453 Millionen Euro Nettoverlust und bestätigte die Jahresziele.

- Bereinigtes operatives Ergebnis steigt um 184 Prozent
- Quartalsverlust beträgt 453 Millionen Euro
- Freie Finanzmittel fließen rund vier Milliarden Euro ab
- Management hält an Jahresprognose für 2026 fest
Stellantis schreibt im dritten Quartal erneut rote Zahlen, doch das operative Geschäft hat sich spürbar erholt. Unter dem Strich steht ein Fehlbetrag von 453 Millionen Euro. Der Konzern bestätigt zugleich seine Jahresziele.
Verlust deutlich kleiner, Marge weiter dünn
Vor einem Jahr hatte der Opel-Mutterkonzern wegen hoher Sonderbelastungen einen rund zehnmal so hohen Verlust ausgewiesen. Je Aktie ergibt sich ein Minus von 0,18 Euro, nach 1,57 Euro im Vorjahresquartal. In den ersten sechs Monaten 2026 war Stellantis noch profitabel gewesen.
Das bereinigte operative Ergebnis stieg um 184 Prozent auf 256 Millionen Euro. Die Marge liegt bei 0,7 Prozent, ein Plus von 50 Basispunkten. Alle Regionen außer dem erweiterten Europa lieferten eine positive Marge.
Der Umsatz legte um ein Prozent auf 37,6 Milliarden Euro zu. Europa und Südamerika wuchsen jeweils um drei Prozent. Nordamerika gab dagegen um drei Prozent nach, Asien-Pazifik um sieben und die Region Naher Osten und Afrika um 19 Prozent.
Schwache Auslieferungen, Kassenabfluss
Die Verkäufe sanken um ein Prozent auf knapp 1,3 Millionen Fahrzeuge. Dahinter steht vor allem die Abkehr vom früheren Elektrokurs in den USA. Wegfallende Kaufanreize und geänderte Rahmenbedingungen trafen Stellantis wie andere Hersteller mit amerikanischen Wurzeln. Das Umsteuern war teuer: Der Konzern schrieb viele Milliarden auf Technik und Modelle ab und muss zudem Geld in sein Zuliefernetz stecken.
Im Industriegeschäft flossen im Quartal rund vier Milliarden Euro an freien Finanzmitteln ab. Das relativiert die operative Verbesserung deutlich.
Prognose unverändert
Das Management um Konzernchef Antonio Filosa hält an der Jahresprognose fest. Für 2026 erwartet es ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und eine bereinigte operative Marge im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für 2027 stellt Stellantis wieder einen positiven Industrial Free Cashflow in Aussicht.
Die Messlatte liegt damit klar: Nach 0,7 Prozent Marge im dritten Quartal muss das Schlussquartal die Jahresmarge in den angepeilten Bereich heben, und der Cash-Abfluss soll bis 2027 gedreht werden.
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