Stellantis Aktie: Ram trägt, Jeep bremst

Ram steigerte den US-Absatz um 29 Prozent, während Jeep 20 Prozent einbüßte; insgesamt blieb Stellantis nahezu auf Vorjahresniveau.

Die Kernpunkte:
  • US-Auslieferungen fast unverändert zum Vorjahr
  • Ram-Absatz kletterte um 29 Prozent
  • Jeep verzeichnete ein Minus von 20 Prozent
  • Stellantis-Aktie gewann am Donnerstag 7,57 Prozent

Stellantis hat in den USA im dritten Quartal praktisch auf Vorjahresniveau verkauft. Hinter der stabilen Gesamtzahl steckt ein deutlicher Gegensatz: Die Pickup-Marke Ram wächst kräftig, Jeep verliert spürbar an Boden.

Insgesamt lieferte der Konzern 324.277 Fahrzeuge aus, nach 324.825 im Vorjahresquartal. Seit Jahresbeginn liegt das Absatzplus bei 3 Prozent auf 958.463 Einheiten.

Ram gleicht Jeep-Schwäche aus

Ram steigerte den Absatz um 29 Prozent auf 134.072 Fahrzeuge. Der Ram 1500 legte um 73 Prozent zu, die Pickups insgesamt um 34 Prozent. Die Marke überholte damit im Quartal sogar Jeep.

Jeep rutschte um 20 Prozent auf 128.542 Einheiten ab. Besonders hart traf es den Compass mit minus 62 Prozent, den Grand Cherokee mit minus 30 Prozent und den Wagoneer S, dessen Verkäufe um 96 Prozent einbrachen. Positive Signale kamen vom Wrangler (plus 5 Prozent) und vom Cherokee Hybrid, dessen Retail-Absatz im Quartalsvergleich um 53 Prozent stieg.

Chrysler wuchs um 6 Prozent, getragen vom Pacifica. Dodge legte um 2 Prozent zu, der Durango erzielte laut Unternehmen sein bestes drittes Quartal seit 2005. Fiat und Alfa Romeo bleiben dagegen Randfiguren: Fiat verkaufte nur noch 54 Fahrzeuge, ein Minus von 83 Prozent.

Börse reagiert freundlich

Die Aktie legte am Donnerstag an der NYSE um 7,57 Prozent zu und schloss bei 4,69 Dollar. Im nachbörslichen Handel gab sie rund 0,64 Prozent nach.

Das Management setzt für das Schlussquartal auf „disziplinierte Umsetzung“ und nachhaltiges Wachstum. Konkrete Absatzziele nannte es nicht. Unterstützen dürfte der Ram 1500 Rumble Bee, dessen Zuteilung für 2026 binnen 90 Minuten ausverkauft war und der im vierten Quartal zu den Händlern kommen soll. Außerdem sollen die Alfa-Romeo-Modelle Giulia und Stelvio in der Sonderversion „Buzz“ am 12. Oktober auf dem Pariser Autosalon debütieren.

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