Stellantis Aktie: Rückruf-Serie reißt nicht ab

Stellantis ruft weltweit 1,3 Millionen Jeep-Fahrzeuge wegen Brandgefahr durch Servolenkungsdefekt zurück.

Die Kernpunkte:
  • 1,3 Millionen Jeeps zurückgerufen
  • Brandgefahr auch bei ausgeschalteter Zündung
  • Chrysler Hybrid-Rückruf für 17.000 Fahrzeuge
  • Opel Astra Produktion in Rüsselsheim bestätigt

Erst Hybrid-Akkus, jetzt Servolenkungen: Stellantis kämpft an mehreren Fronten mit sicherheitsrelevanten Rückrufen. Allein am heutigen Dienstag wurden zwei neue Rückrufaktionen bekannt.

Jeep im Fokus: 1,3 Millionen Fahrzeuge betroffen

Der größere der beiden Fälle betrifft den Jeep Wrangler und den Jeep Gladiator. Wegen eines Defekts im Servolenkungssystem, der die Brandgefahr erhöhen kann, hat Stellantis weltweit rund 1,3 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen. Davon entfallen knapp 1,08 Millionen auf die USA, rund 106.000 auf Kanada und 23.000 auf Mexiko — der Rest verteilt sich auf weitere Märkte. Besonders unangenehm: Die Brandgefahr besteht laut der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA auch dann, wenn das Fahrzeug steht und die Zündung ausgeschaltet ist.

Chrysler-Hybrids: Akkus im Standby gefährlich

Parallel dazu läuft bereits ein älterer Rückruf für rund 17.000 Chrysler Pacifica Plug-In Hybrid Electric Fahrzeuge der Baujahre 2020 bis 2022. Auch hier droht Brandgefahr im geparkten Zustand. Betroffenen Fahrzeughaltern empfiehlt die NHTSA, die Fahrzeuge nicht aufzuladen und im Freien zu parken. Händler sollen die Batteriesteuerungssoftware aktualisieren und das Batteriepaket bei Bedarf kostenlos tauschen.

Opel Astra als Gegenpol

Inmitten der Rückrufmeldungen lieferte Stellantis auch eine positive Nachricht aus Europa. Der Konzern bestätigte, die nächste Generation des Opel Astra im Stammwerk Rüsselsheim zu bauen — als Teil eines Pakets von vier neuen Modellen, die bis 2030 auf den Markt kommen sollen. Entwickelt werden sie auf dem neuen grEEn-campus, der künftigen globalen Opel-Zentrale.

Der Rückruf-Druck bleibt kurzfristig das beherrschende Thema. Ob die Rüsselsheimer Produktionszusage mittelfristig zu einer Neubewertung der Europastrategie führt, zeigt sich spätestens, wenn Stellantis beim nächsten Kapitalmarkttag konkrete Modellzahlen und Investitionsvolumina nennt.

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