Stellantis Aktie: Zweifel überwiegen…
Nach einem Verlust von über 22 Milliarden Euro revidiert Stellantis seine E-Auto-Strategie, streicht die Dividende und setzt wieder stärker auf Verbrenner und Hybride.

- Strategiewechsel weg von reiner Elektromobilität
- Dividendenausschüttung für 2026 komplett gestrichen
- Produktion von V8-Motoren für US-Markt wird erhöht
- Kooperation mit Leapmotor für günstige E-Autos in Europa
Stellantis korrigiert seinen Kurs massiv. Nach einem Nettoverlust von über 22 Milliarden Euro im vergangenen Geschäftsjahr verabschiedet sich der Automobilhersteller von seiner einseitigen Fokussierung auf die Elektromobilität. Für Anleger bedeutet dieser radikale Umbau zunächst den Verzicht auf die Dividende, während der Konzern versucht, durch einen technologieoffenen Ansatz die wirtschaftliche Stabilität zurückzugewinnen.
Milliardenabschreibungen wegen Fehleinschätzung
Der tiefe Fall von einem Gewinn von 5,5 Milliarden Euro im Jahr 2024 zu einem Milliardenverlust im Jahr 2025 hat einen klaren Ursprung: Stellantis hat sich bei der Geschwindigkeit der globalen Energiewende massiv verschätzt. Hat sich der Konzern beim Tempo der Marktdurchdringung von E-Autos schlicht verkalkuliert? Die Unternehmensführung bejaht dies indirekt und verbuchte Sonderbelastungen in Höhe von 25,4 Milliarden Euro. Diese Abschreibungen resultieren aus einer zu optimistischen Einschätzung der Nachfrage und operativen Fehlern in der Umsetzung der bisherigen Strategie.
An der Börse wird dieser schmerzhafte Prozess skeptisch begleitet. Mit einem aktuellen Kurs von 6,85 Euro hat das Papier seit Jahresbeginn bereits fast 30 Prozent an Wert verloren und notiert damit deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 8,53 Euro.
Dividendenstopp und technologischer Neustart
Die unmittelbare Konsequenz aus dem finanziellen Debakel ist ein harter Sparkurs. Die Konzernführung hat die Dividende für das Jahr 2026 komplett gestrichen. Auch die Mitarbeiter spüren die Krise direkt: In den USA werden erstmals seit 2011 keine Gewinnbeteiligungen an die Mitglieder der Gewerkschaft UAW ausgezahlt, da diese traditionell an die Profitabilität des Nordamerika-Geschäfts gekoppelt sind.
Um gegenzusteuern, setzt Stellantis nun auf einen breiter gefächerten Antriebsmix. Statt nur auf Batterien zu setzen, werden Verbrennungs- und Hybridtechnologien wieder stärker in den Fokus gerückt. Das Unternehmen plant sogar, die Produktion der klassischen HEMI-V8-Motoren zu erhöhen, um die Nachfrage im lukrativen US-Truck-Segment besser bedienen zu können.
Kooperation mit China als Hoffnungsträger
Trotz der Krise verfügt der Konzern über eine solide Liquidität von rund 46 Milliarden Euro, die durch die geplante Ausgabe von Hybridanleihen im Volumen von bis zu 5 Milliarden Euro weiter abgesichert werden soll. Ein wichtiger Baustein für die Zukunft ist zudem die Partnerschaft mit dem chinesischen Hersteller Leapmotor.
Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 soll die Produktion von günstigen Elektro-Modellen wie dem B10 SUV im spanischen Saragossa starten. Ziel dieser Kooperation ist es, durch den Zugriff auf chinesische Batterietechnologie preiswertere Elektrofahrzeuge für die europäischen Kernmarken anzubieten und so die bisherigen Kostennachteile wettzumachen.
Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet Stellantis mit einem moderaten Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die bereinigte operative Marge wird zunächst nur im niedrigen einstelligen Bereich erwartet, wobei das Management von einer Verbesserung im zweiten Halbjahr ausgeht. Der entscheidende Wendepunkt ist für 2027 geplant, wenn das Unternehmen die Rückkehr zu einem positiven freien Cashflow anstrebt.
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