Stemmer Imaging: Neue Zahlen erfüllen Prognose

Der Spezialist für industrielle Bildverarbeitung Stemmer Imaging überzeugte mit der Vorlage der vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017/18 den Markt. Denn auch dank der im Geschäftsjahr übernommenen niederländischen Data Vision konnte das Unternehmen zweistellig wachsen.

Auf Basis vorläufiger Zahlen erhöhte sich das EBITDA um fast die Hälfte auf 11,1 Millionen Euro. Die Marge legte dabei um 2,4 Prozentpunkte auf 11 % zu. Diese Daten sind auf bereinigter Basis. Denn Stemmer Imaging hat dafür die Kosten für den Ende Februar durchgeführten Börsengang in Höhe von 4,7 Million Euro herausgerechnet. Beim Umsatz ergab sich ein Zuwachs um 14 % auf 100,60 Millionen. Damit lag man sogar noch einen kleinen Tick besser als die eigene Prognose. Diese hatte zuvor in einer Spanne zwischen 97 bis 100 Millionen Euro gelegen.

Stemmer Imaging geht nach China

Damit setzt sich der positive Newsflow der letzten Tage weiter fort. Denn erst kürzlich meldete Stemmer Imaging, dass man in den chinesischen Markt expandiert. Das nötige Vehikel dafür besteht in einer Partnerschaft mit der chinesischen Nanjing Inovance Industrial Vision Technology, ebenfalls ein Anbieter von industrieller Bildverarbeitung. Diese Firma ist eine Tochter der börsennotierten Shenzhen Inovance Technology, die zu den führenden Anbietern von Automatisierungskomponenten in China gehört.

Neues Kursziel

Der Markteintritt in China stieß auch bei den Analysten auf viel Beifall. So erhöhte beispielsweise der zuständige Analyst bei Hauck & Aufhäuser sein Kursziel für die Aktie von zuvor 49 Euro auf 54 Euro. Da der Markteintritt ins Reich der Mitte noch sehr frisch ist, hält sich der Analyst zwar noch mit seinen Umsatzprognosen zurück und rechnet nur konservativ mit einem zusätzlichen Umsatzplus von rund 1 Million Euro im Geschäftsjahr 2019/20. Mittelfristig sollte sich allerdings die Wachstumsrate insgesamt erhöhen. Deshalb auch das höhere Kursziel.

KGV ambitioniert

Nachdem die Aktie von Stemmer Imaging Mitte Juni einen ersten Höchstkurs bei 48,48 Euro markierte, ist der Wert nun auf bestem Weg, dieses Niveau erneut zu erreichen. Aktuell dürfte sich hierbei noch das relativ hohe KGV von geschätzten 32 für dieses Jahr als etwas bremsend auswirken. In der mittelfristigen Tendenz rechnen die Analysten allerdings mit einem Abschmelzen der Gewinnbewertung auf das 21fache. Das könnte schon jetzt die Aktie weiter unterstützen.

%d Bloggern gefällt das: