Steyr Motors Aktie: 7,18 Prozent Minus nach Red-Cat-Rückzug

Red Cat Holdings zieht Kaufofferte für Steyr Motors zurück. Die Aktie des Motorenspezialisten bricht daraufhin um über sieben Prozent ein.

Die Kernpunkte:
  • Red Cat zieht Übernahmeangebot zurück
  • Steyr Motors bestätigt Ende der Gespräche
  • Aktie verliert über sieben Prozent
  • Keine Angaben zu Gründen des Scheiterns

Die Spekulationen um eine mögliche Übernahme der Steyr Motors AG haben am heutigen Mittwoch ein jähes Ende gefunden. Nachdem erst kürzlich Verhandlungen über einen Zusammenschluss bekannt geworden waren, zog der potenzielle Käufer seine Offerte überraschend zurück. Die Nachricht belastet den Aktienkurs des österreichischen Motorenspezialisten im heutigen Handel deutlich.

Keine Einigung zwischen Steyr und Red Cat

Das US-Unternehmen Red Cat Holdings teilte gestern mit, dass es seinen vorläufigen und rechtlich nicht bindenden Vorschlag für eine Transaktion mit der Steyr Motors AG offiziell zurückgezogen hat. In einer Stellungnahme erklärte das an der Nasdaq gelistete Unternehmen, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt kein aktiver Vorschlag mehr bestehe und keine endgültige Vereinbarung unterzeichnet wurde. Damit erteilen die Amerikaner einem möglichen Kauf vorerst eine Absage, nachdem sie zuvor eine entsprechende Offerte geprüft und eingereicht hatten.

Steyr Motors bestätigte heute das Ende der Fusionsgespräche. In einer entsprechenden Mitteilung räumte das Unternehmen ein, dass zuvor Verhandlungen über ein mögliches freiwilliges öffentliches Erwerbsangebot durch Red Cat stattgefunden hatten. Zum Zeitpunkt der Bestätigung seien jedoch keine weiteren Gespräche mehr im Gange. Über die genauen Gründe für das Scheitern der Verhandlungen oder die inhaltlichen Details des ursprünglichen Vorschlags bewahrten beide Parteien Stillschweigen.

Marktreaktion und deutlicher Kursrücksetzer

Die Anleger reagierten enttäuscht auf die Nachricht vom Ende der Übernahmephantasie. Am gestrigen Dienstag war das Papier im Vorfeld der Entscheidung noch kräftig gestiegen und hatte bei 39,00 Euro geschlossen. Mit dem offiziellen Rückzug der Offerte drehte die Stimmung jedoch umgehend ins Negative. Die Aktie verliert heute 7,18 Prozent an Wert.

Durch den aktuellen Rücksetzer notiert der Anteilschein nun bei 36,20 Euro. Damit entfernt sich das Papier wieder deutlich von seinem bisherigen 52-Wochen-Hoch, das bei 59,00 Euro markiert wurde. Die Volatilität bleibt nach den Ereignissen der letzten beiden Tage hoch, da die Marktteilnehmer nun die eigenständige Perspektive des Unternehmens ohne eine unmittelbar bevorstehende Übernahme neu bewerten müssen.

Vom Sanierungsfall zum eigenständigen Börsenkandidaten

Steyr Motors hat in der jüngeren Vergangenheit eine signifikante Transformation durchlaufen. Das Unternehmen wurde ursprünglich vom Investor Mutares saniert und schließlich erfolgreich an den Kapitalmarkt geführt. Beim Börsengang konnten Bruttoerlöse von mehr als 170 Millionen Euro erzielt werden, was die damalige Zuversicht der Investoren in das restrukturierte Geschäftsmodell unterstrich.

Obwohl die Übernahmegespräche mit Red Cat nun vorerst beendet sind, zeigen die vorangegangenen Verhandlungen, dass das Unternehmen offenbar das Interesse internationaler Akteure geweckt hat. Red Cat Holdings, ein Spezialist für Drohnentechnologie, hatte die Steyr Motors AG als potenzielles Ziel für eine strategische Erweiterung ins Auge gefasst. Auch wenn dieser Flirt nun beendet ist, bleibt die Marktpositionierung von Steyr Motors nach der Sanierungsphase ein zentraler Faktor für die künftige Bewertung durch die Anleger.

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