Steyr Motors Aktie: Neustart nach Mutares-Exit
Steyr Motors hat den Verkaufsdruck durch Mutares hinter sich, muss aber die verschobenen Großaufträge in Umsatz umwandeln, um die ambitionierten Ziele für 2027 zu erreichen.

- Mutares hat Beteiligung vollständig veräußert
- Umsatzprognose für 2025 deutlich nach unten korrigiert
- Auftragsbestand von über 300 Millionen Euro vorhanden
- Ambitionierte Umsatz- und Gewinnziele für 2027 gesetzt
Die österreichische Steyr Motors Aktie zeigt sich zum Jahresauftakt 2026 stabilisiert. Bei rund 37,30 Euro sucht der Titel nach den Korrekturen des Vorjahres einen Boden. Der Motorenspezialist hat zwei wesentliche Belastungsfaktoren hinter sich gelassen: den Verkaufsdruck durch Mutares und die Prognoseunsicherheit. Doch kann das Unternehmen die verschobenen Großaufträge nun tatsächlich in Umsatz verwandeln?
Mutares räumt das Feld
Der Finanzinvestor Mutares SE hat sich im November 2025 vollständig von seiner 23-Prozent-Beteiligung getrennt. Die Platzierung an institutionelle Investoren verändert die Eigentümerstruktur grundlegend:
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- Streubesitz steigt auf 80 Prozent – deutlich höhere Handelsliquidität
- B&C Holding bleibt mit 20 Prozent strategischer Ankeraktionär
- Verkaufsdruck eliminiert – kein weiterer “Overhang” mehr am Markt
Diese Bereinigung erlaubt es der Aktie, sich wieder primär an der operativen Entwicklung zu orientieren statt an taktischen Paketverkäufen.
Die harte Realität: Prognose kassiert
Am 17. November 2025 kam der Dämpfer. Statt der ursprünglich avisierten 40 Prozent Umsatzwachstum korrigierte das Management auf nur noch 15 bis 25 Prozent. Die konkreten Zahlen für 2025:
- Umsatz: 48 bis 52 Millionen Euro (statt deutlich höher)
- EBIT-Marge: 13 bis 16 Prozent (ursprünglich über 20 Prozent geplant)
Ursache waren Verzögerungen bei Regierungsaufträgen im zweistelligen Millionenbereich. Das Unternehmen betont: Die Orders sind nicht verloren, sondern zeitlich verschoben.
Was 2026 bringen muss
Genau diese Verschiebungen sollen nun 2026 wirksam werden. Der Auftragsbestand von über 300 Millionen Euro bietet rechnerisch Spielraum – entscheidend wird die tatsächliche Abarbeitung im ersten Halbjahr. Das Management hält trotz der Delle an den mittelfristigen Zielen fest:
- 2027-Umsatzziel: rund 140 Millionen Euro
- 2027-EBIT-Ziel: etwa 40 Millionen Euro
Der Geschäftsbericht im März 2026 wird zeigen, ob die Basis für diesen ambitionierten Sprung tragfähig ist.
Markteinschätzung
Bei einer Marktkapitalisierung von 190 Millionen Euro und einer Umsatzbasis von zuletzt 41,7 Millionen Euro (2024) preist der aktuelle Kurs die gedämpften Erwartungen weitgehend ein. Die Prognosesenkung hat Vertrauen gekostet, gleichzeitig ist durch den Mutares-Ausstieg eine technische Belastung verschwunden. Steyr Motors muss nun operativ liefern – die verschobenen Rüstungsaufträge sind der Lackmustest für die Glaubwürdigkeit der 2027er-Ziele.
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