STINAG Stuttgart Invest Aktie: 8,25 Euro vs. 17,60 Euro Briefkurs
Das Kaufangebot für STINAG-Aktien liegt bei 8,25 Euro, während außerbörsliche Kurse von bis zu 17,60 Euro erzielt werden.

- Kaufangebot auf 8,25 Euro gesenkt
- Außerbörsliche Kurse deutlich höher
- Delisting-Angebot lag bei 15,50 Euro
- Operatives Geschäft bleibt stabil
Die Talfahrt geht weiter – zumindest beim aktuellen öffentlichen Kaufangebot. Taunus Capital Management bietet für die STINAG-Aktie nur noch 8,25 Euro. Das sind 5,7 Prozent weniger als beim vorherigen Anlauf im Juli.
Auf spezialisierten Handelsplätzen für unnotierte Werte sieht die Sache ganz anders aus. Der Valora Effekten Handel etwa meldet Geldkurse von 11,70 Euro – 42 Prozent über dem Angebot. Der Briefkurs liegt mit 17,60 Euro sogar noch deutlich höher.
Delisting-Preis bleibt ferne Erinnerung
Wer sich an das ursprüngliche Delisting-Angebot der Brasserie Holding SA erinnert, reibt sich die Augen. Die Mehrheitsaktionärin zahlte im vergangenen Jahr noch 15,50 Euro je Aktie. Das aktuelle Gebot erreicht davon nicht einmal 54 Prozent.
Das Angebot ist auf 50.000 Anteile begrenzt. Die Annahmefrist läuft voraussichtlich bis Ende Juli. Für Anleger, die ihre Papiere verkaufen wollen, dürfte der direkte Weg über einen spezialisierten Makler aktuell die bessere Alternative sein.
Operatives Geschäft läuft stabil
Trotz des Rückzugs von der Börse im April bleibt das Tagesgeschäft solide. Der Immobilienbestand umfasst rund 114.500 Quadratmeter Nutzfläche. Die Nettomieterlöse stiegen 2025 leicht auf 25,1 Millionen Euro – 24,9 Millionen waren es im Vorjahr.
Die Hauptversammlung in der Stuttgarter Liederhalle segnete eine Dividende von 0,48 Euro je Aktie ab. Das Votum fiel mit 99,93 Prozent der Stimmen nahezu einstimmig aus. Die verbliebenen Aktionäre stützen den Kurs des Managements.
Was bleibt?
Mit dem Delisting hat sich der Handel fundamental verändert. Es gibt keinen öffentlichen Markt mehr, keine tägliche Kursnotiz. Die Preisfindung findet jetzt außerbörslich statt – dort, wo Angebot und Nachfrage aufeinandertreffen.
Der nächste wichtige Termin ist der Jahresabschluss für 2026. Bis dahin bleibt die Bewertung der stillen Reserven im Immobilienportfolio das bestimmende Thema für die verbliebenen Aktionäre.
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