STMicroelectronics Aktie: 90 Prozent Marktanteil im All

Analysten heben Kursziele für STMicroelectronics an. KI-Nachfrage und Satelliten-Dominanz treiben den Aktienkurs nahe ans Allzeithoch.

Die Kernpunkte:
  • Aktie steigt um 186 Prozent seit Jahresstart
  • Bank of America stuft auf Kauf hoch
  • Satelliten-Marktanteil von 90 Prozent
  • Ex-Dividenden-Tag am 22. Juni

Der Halbleiterkonzern STMicroelectronics erlebt eine beispiellose Neubewertung. Getrieben von Künstlicher Intelligenz und einem boomenden Satelliten-Geschäft stuft die Wall Street den europäischen Chip-Entwickler massiv hoch. Die Aktie handelt nahe ihrem Allzeithoch.

Seit Jahresbeginn schoss der Kurs um rund 186 Prozent nach oben. Am Freitag schloss das Papier bei 66,92 Euro. Damit trennen die Aktie nur noch gut vier Prozent vom 52-Wochen-Hoch.

Die Dynamik bleibt hoch. Allein in den vergangenen 30 Tagen legte der Wert um knapp 27 Prozent zu. Dieser Aufschwung lockt nun weitere Analysten aus der Reserve.

Wall Street hebt Kursziele an

Die Bank of America stufte das Papier kürzlich von „Neutral“ auf „Buy“ hoch. Das neue Kursziel liegt bei 86 Euro. Das ist der höchste Wert an der Wall Street. Die Experten sehen das Ertragspotenzial des Chipbauers vom Markt unterschätzt.

Auch die Deutsche Bank zieht nach. Analyst Johannes Schaller erhöhte sein Ziel auf 75 Euro und rät zum Kauf. Er verweist auf eine starke Nachfrage nach Leistungshalbleitern. Goldman Sachs bleibt derweil an der Seitenlinie und belässt das Votum auf „Hold“.

Dominanz im Weltall

Ein zentraler Treiber ist das Geschäft mit Satelliten im niedrigen Erdorbit. STMicroelectronics kontrolliert in dieser Nische rund 90 Prozent des Marktes. Die Bank of America rechnet hier bis 2028 mit kumulierten Umsätzen von 3,6 Milliarden US-Dollar. Das übertrifft die eigene Prognose des Managements deutlich.

Der Streitpunkt zwischen Bullen und Bären bleibt die Bruttomarge. Im ersten Quartal lag diese bei 33,8 Prozent. Das übertrifft zwar die Erwartungen. Die historischen Höchststände von über 40 Prozent sind aber noch weit entfernt. Die Bank of America erwartet durch sinkende Leerkosten bald eine deutliche Margenausweitung.

Dividenden-Stichtag rückt näher

Abseits der Analystenstimmen rückt ein konkreter Termin in den Fokus. Das Unternehmen schüttet bald die nächste Tranche seiner Quartalsdividende aus. Der Ex-Dividenden-Tag für das zweite Quartal fällt in Europa auf den 22. Juni. Aktionäre müssen die Papiere vor diesem Stichtag im Depot halten, um bezugsberechtigt zu sein.

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