STMicroelectronics Aktie: Ausblick treibt Erholung

Der Umsatz übertraf die Erwartungen, während ST für das Schlussquartal höhere Erlöse und eine Bruttomarge von etwa 39 Prozent anpeilt.

Die Kernpunkte:
  • Quartalsumsatz lag über Analystenschätzungen
  • Gewinn je Aktie blieb hinter Prognosen
  • Kommunikationsprodukte steigerten Erlöse um 46 Prozent
  • ST plant neue Führungsstruktur ab Januar 2027

STMicroelectronics liefert im dritten Quartal mehr Umsatz als erwartet, verfehlt aber beim Gewinn je Aktie die Schätzungen. Wichtiger für die Stimmung dürfte der Blick nach vorn sein: Der Chiphersteller stellt für das Schlussquartal einen deutlichen Sprung in Aussicht. Vorbörslich gab die Aktie zunächst leicht auf rund 42,80 Euro nach.

Zahlen im Detail

Der Umsatz stieg um 17,9 Prozent auf 3,76 Milliarden Dollar, Analysten hatten mit 3,72 Milliarden gerechnet. Die Bruttomarge erreichte 37,3 Prozent, gut vier Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Konzernchef Jean-Marc Chery nennt niedrigere Leerkosten durch ungenutzte Kapazitäten und einen besseren Produktmix als Gründe.

Beim Gewinn fällt das Bild gemischt aus. Das Ergebnis je Aktie lag nach US-GAAP bei 0,31 Dollar, nach 0,26 Dollar im Vorjahr. Am Markt waren 0,385 Dollar erwartet worden. Bereinigt um Restrukturierungskosten und Effekte aus dem NXP-Zukauf kommt ST auf 0,37 Dollar.

Das operative Ergebnis verdoppelte sich nahezu auf 367 Millionen Dollar. Der Cashflow aus dem laufenden Geschäft stieg auf 1,02 Milliarden Dollar, der freie Cashflow auf 351 Millionen Dollar.

Treiber und Sorgenkind

Besonders stark wuchsen die Funk- und optischen Kommunikationsprodukte mit einem Umsatzplus von 46 Prozent, getragen auch von Rechenzentren und Satellitenkommunikation. Bei den Mikrocontrollern stieg der Umsatz um gut 24 Prozent, der operative Gewinn legte um 74 Prozent zu.

Ein Problemfeld bleibt die Sparte Leistungshalbleiter und diskrete Bauelemente. Sie schreibt weiter Verlust, und dieser wuchs auf 81 Millionen Dollar. Der Vertrieb über Distributoren zog um fast 39 Prozent an, deren Lagerbestände liegen laut Chery aber weiter unter dem Zielniveau. Die Nachfrage übersteige das Angebot, betont er.

Ausblick und neue Struktur

Für das vierte Quartal peilt ST im Mittel 4,15 Milliarden Dollar Umsatz an, rund 10,5 Prozent mehr als im Vorquartal. Die Bruttomarge soll bei etwa 39 Prozent liegen. Für das Gesamtjahr ergibt sich ein Umsatz von rund 14,5 Milliarden Dollar. Mögliche neue Zölle sind in der Prognose nicht berücksichtigt.

Parallel dazu verkündet das Unternehmen eine neue Führungsstruktur. Remi El-Ouazzane wird zusätzlich Technologiechef, Marco Cassis übernimmt neben seinen Aufgaben die Rolle des Strategiechefs und soll auch Zukäufe ausloten. Die Organisation gilt ab 1. Januar 2027, die Umsetzung soll bis Ende März 2027 laufen. Ab dann ändert ST auch die berichteten Segmente.

Die nächsten Zahlen legt der Konzern am 28. Januar 2027 vor. Dann zeigt sich, ob die Marge von 39 Prozent erreichbar ist.

Anzeige

Stand heute, 29. Oktober: STMicroelectronics – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in STMicroelectronics investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 29. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

STMicroelectronics: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu STMicroelectronics