Stratec: Attraktiver Neuzugang in der Pipeline

Der Laborzulieferer Stratec gehörte mit zu den erfolgreichsten der Branche. Allerdings musste der Konzern unlängst einen starken Kursrückgang in der Aktie verbuchen. Grund hierfür war die nach unten angepasste Finanzprognose für das laufende Jahr.

© Stratec Biomedical
© Stratec Biomedical

Das Problem hierbei lag im chinesischen Markt begründet. Ein wichtiger Kunde für Stratec hat Bestellungen gekürzt und auch die Abnahmeprognosen sehen entsprechend gedämpfter aus. Weitere Kunden im asiatischen Raum zogen nach und passten ihre Abnahmeerwartungen ebenfalls nach unten an. Insofern sieht sich Stratec derzeit nicht in der Lage, ein jährliches Umsatzwachstum von 8 bis 12% bis 2017 zu generieren. Aktuell geht man von ca. 6% aus.

Stratec will seine Kernkompetenzen stärken

Nichtsdestotrotz bleibt der Konzern bei dem Ausbau seiner Kernkompetenzen. Im Wesentlichen umfassen diese die Entwicklung und Fertigung von Systemen für Blutgruppenserologie, Molekulare Diagnostik und Immunoassays.

Diese Bereiche sollen jetzt durch Systeme für Hämatologie ergänzt werden. Stratec plant die Übernahme der Diatron MI Plc aus Ungarn, deren Schwestergesellschaft in Amerika und der darüber liegenden Holdingstruktur. Ein entsprechender Vertrag wurde bereits mit der Private-Equity-Gesellschaft The Riverside Company unterzeichnet. Finanzielle Details gab man nicht bekannt. Bis Ende März soll die Übernahme wirksam werden.

Wer ist Diatron?

Diatron beschäftigt ca. 200 Mitarbeiter in Ungarn und den USA, die vor allem in den Bereichen Entwicklung, Fertigung und Vertrieb tätig sind. Im letzten Geschäftsjahr lag der Umsatz bei rund 34 Mio. Euro. Der Konzern besteht seit mehr als 25 Jahren und liefert seine Produkte in mehr als 100 Länder.

Dividende soll höher ausfallen

Stratec geht davon aus, dass diese Übernahme bereits positive Ergebnisbeiträge in diesem Jahr liefern wird. Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern ein leichtes Umsatzwachstum von zuvor 144,9 Mio. Euro auf 146,9 Mio. Euro. Die EBIT-Marge konnte auf 18,3% verbessert werden. Die Dividende soll nach den Vorstellungen von Stratec von zuvor 0,70 Euro auf 0,75 Euro erhöht werden, was einer Rendite von derzeit 1,74% entspricht.

Die Nachricht der Übernahme kam am Markt erst einmal gut an, wenngleich das am derzeitigen Kursniveau nicht viel ändern dürfte. Zu groß war der Absturz nach der revidierten Prognose, den es nun wieder aufzuholen gilt. Allerdings sehen wir Stratec auf einem guten Weg, um wieder an das alte Niveau anzuknüpfen.

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