Stratec Biomedical ist auf Erfolgskurs, Kursziel bleibt attraktiv

Der Laborzulieferer profitiert von Megatrends und setzt eine aussichtsreiche Wachstumsstrategie um. Zudem glänzt die Aktie in einem schwachen Gesamtmarkt mit relativer Stärke.

 

© Stratec Biomedical
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Die alternde Bevölkerung, der Ausbau der Gesundheitssysteme in den Schwellenländern und die Entwicklung neuer Tests und Technologien im Gesundheitssektor treiben das Wachstum von Stratec Biomedical an. Darüber hinaus überzeugt der TecDAX-Konzern mit einer großen Innovationskraft und einer guten Marktstellung.

 

Stratec mit Margenverbesserung im ersten Quartal

Ende April hat Stratec Biomedical überzeugende Zahlen für das 1. Quartal 2015 veröffentlichte. Zwar kletterte der Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum nur um 0,1 Mio. auf 34,5 Mio. Euro, aber die EBIT-Marge stieg von 15,5% auf 16,9%.

Die Gründe hierfür sind im Wesentlichen Effizienzverbesserungen, eine positive Entwicklung des Servicegeschäfts und ein Anstieg des Umsatzanteils margenstarker Produkte. Des Weiteren hat sich die Aufwertung des Dollars in Relation zum Euro positiv auf das Ergebnis ausgewirkt.

 

Stärkeres Wachstum als der Diagnostikmarkt

Erfreulicherweise ist Vorstandschef Marcus Wolfinger optimistisch bezüglich der weiteren Geschäftsentwicklung: Er geht davon aus, dass sich das Wachstum im zweiten Halbjahr 2015 beschleunigen wird. Allerdings weist er darauf hin, dass die Wachstumsdynamik im Gesamtjahr etwas schwächer als 2014 ausfallen wird. Dies ist jedoch kein Drama, zumal der Laborzulieferer langfristig auf Erfolgskurs bleiben dürfte.

Dafür sprechen vor allem die bereits erwähnten Megatrends. Aus Anlegersicht interessant ist auch, dass Stratec Biomedical laut Wolfinger stärker als der Diagnostikmarkt wachsen wird, dem Experten in den kommenden zehn Jahren ein Wachstum von 5% bis 7% per annum zutrauen.

 

Stratec Biomedical hat reichlich Cash für Zukäufe

Künftig werden Übernahmen ein wichtiger Bestandteil der Wachstumsstrategie von Stratec Biomedical bleiben. Daher ist es optimal, dass der TecDAX-Konzern dank eines Cash-Bestands über 58,6 Mio. Euro (Stand: 31.03.2015) auch große Akquisitionen finanzieren könnte.

Unabhängig davon will der Laborzulieferer nur dann zukaufen, wenn das jeweilige Unternehmen zu einem fairen Preis zu haben ist. Aktuell sind laut Herrn Wolfinger keine Akquisitionen konkret geplant, aber das Management hält stets Ausschau nach geeigneten Übernahmekandidaten.

 

Aktie ist kein Schnäppchen

Analystenschätzungen zufolge wird Stratec Biomedical den Gewinn je Aktie im nächsten Jahr von 1,88 auf 2,09 Euro steigern. Somit errechnet sich ein 2016er-KGV von 22,1. Aufgrund dieser hohen Bewertung sollten Anleger keine großen Kurssprünge erwarten.

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Positiv zu werten ist die Tatsache, dass der TecDAX-Titel zuletzt in einem schwachen Gesamtmarkt mit relativer Stärke glänzte. Bis Jahresende könnte der Kurs die 50-Euro-Marke erreichen.

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