Strategy: 1,73 Millionen Aktien platziert
Strategy verkauft Stammaktien und erwirbt Bitcoin, behält aber einen Großteil des Kapitals als Cash-Reserve. Aktionäre kritisieren die Verwässerung.

- 1,73 Millionen neue Aktien platziert
- 100 Millionen Dollar in Bitcoin investiert
- Cash-Puffer von 109 Millionen Dollar
- Kritik an sinkenden Bitcoin-Beständen pro Aktie
Strategy verkauft Aktien, kauft Bitcoin — und hält dennoch den Großteil des frischen Kapitals als Cash zurück. Das sorgt für Diskussionen unter Anlegern.
Zwischen dem 8. und 14. Juni platzierte das Unternehmen 1,73 Millionen neue Aktien. Der Nettoerlös: 209 Millionen Dollar. Knapp die Hälfte davon — 100 Millionen — floss in 1.587 Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von 63.024 Dollar pro Coin.
Was bleibt, ist ein 109 Millionen Dollar schwerer Cash-Puffer. Er soll künftige Dividendenzahlungen und Zinsverpflichtungen decken.
Die Kehrseite der Finanzierung
Bisher finanzierte Strategy seine Bitcoin-Käufe vor allem über hochverzinsliche Vorzugsaktien. Der Wechsel zum Stammkapital hat einen Preis: bestehende Aktionäre verwässern.
In den sozialen Netzwerken mehren sich kritische Stimmen. Die Bitcoin-Bestände je Aktie sinken trotz laufender Käufe spürbar. Hinzu kommt, dass die Aktie unter Druck steht — eine hohe Prämie, die solche Finanzierungsrunden erst effizient macht, ist aktuell nicht vorhanden.
Zeitgleich stimmten die Aktionäre einer Änderung der Dividendenmodalitäten zu. Künftig werden die variablen Vorzugsdividenden nicht mehr monatlich, sondern halbmonatlich ausgezahlt.
Kurs und Analystenmeinung
Die Aktie notiert aktuell bei 114,94 Euro — ein Tagesplus von gut sieben Prozent. Auf Wochensicht sind es 4,19 Prozent, auf Monatssicht jedoch ein Minus von knapp 25 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch von 391,80 Euro bleibt in weiter Ferne, der RSI liegt neutral bei 44,2 Punkten.
Trotz der Kursprobleme bleibt Cantor Fitzgerald bei „Overweight“. Auch TD Cowen und BTIG bewerteten die Aktie zuletzt positiv.
Das eigentliche Spannungsfeld bleibt: Strategy kauft Bitcoin, verwässert dabei aber seine Aktionäre. Solange der Börsenwert nicht deutlicher vom Bitcoin-Bestand abweicht, dürfte diese Strategie an enge Grenzen stoßen.
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