Strategy Aktie: 1,25 Milliarden Dollar Bitcoin-Verkauf

MicroStrategy erwägt erstmals Bitcoin-Verkäufe und legt Milliardenprogramm für Aktienrückkäufe und Dividenden auf. Der Kurs reagiert mit einem deutlichen Plus.

Die Kernpunkte:
  • Kurs erholt sich um sechs Prozent
  • Zwei Milliarden Dollar für Rückkäufe
  • Dividende steigt auf zwölf Prozent
  • Bitcoin-Verkäufe bis 1,25 Milliarden möglich

MicroStrategy vollzieht eine bemerkenswerte Kehrtwende. Der Softwarekonzern fasst erstmals den Verkauf seiner Bitcoin-Bestände ins Auge. Das neue Kapitalmarktprogramm soll die angespannte Liquidität sichern und Aktionäre bei Laune halten. Die Börse reagiert prompt.

Am Montag kletterte der Kurs um gut sechs Prozent auf 77,50 Euro. Damit löst sich das Papier vom jüngsten 52-Wochen-Tief. Ein dringend nötiger Impuls. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie einen Verlust von 42 Prozent.

Milliarden für Rückkäufe und Dividenden

Das Management hat ein umfassendes Maßnahmenpaket geschnürt. Der Vorstand genehmigte zwei Aktienrückkaufprogramme im Gesamtvolumen von zwei Milliarden US-Dollar. Die Hälfte fließt in reguläre Stammaktien. Der Rest zielt auf die digitalen Kreditsicherheiten des Unternehmens ab.

Parallel dazu steigt die Dividende für diese Papiere ab Juli auf 12 Prozent. Um diese Ausschüttungen zu garantieren, baut MicroStrategy einen massiven Puffer auf. Die neue Barreserve beläuft sich auf 2,55 Milliarden Dollar. Damit deckt der Konzern seine Pflichten für mehr als 17 Monate ab.

Tabubruch beim Bitcoin

Der bemerkenswerteste Schritt betrifft die Kryptoreserven. MicroStrategy darf künftig Bitcoin im Wert von bis zu 1,25 Milliarden Dollar verkaufen. Das markiert einen strategischen Wendepunkt. Bisher galt der Bestand von über 847.000 Token als unantastbar.

Zuletzt geriet die Bewertung massiv unter Druck. Der Unternehmenswert fiel kurzzeitig sogar unter den Wert der eigenen Bitcoin-Bestände. Analysten von Cantor werten das neue Rahmenwerk als positives Signal. Die Kombination aus Barreserve und Bitcoin-Verkäufen beseitigt akute Liquiditätssorgen.

Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von knapp 392 Euro bleibt mit über 80 Prozent gewaltig. Der RSI-Wert von 29 signalisiert jedoch eine stark überverkaufte Situation. Verteidigen die Käufer das jüngste Tief, könnte das Milliardenprogramm den Boden für eine längere Erholung bereiten.

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