Strategy Aktie: 15 Prozent Wochenplus auf 86,70 Euro
Strategy kündigt Aktienrückkäufe im Wert von zwei Milliarden US-Dollar an und löst damit eine Kurserholung aus.

- Kursanstieg von über fünf Prozent
- Zwei Milliarden für Aktienrückkäufe
- Abkopplung vom schwachen Bitcoin-Markt
- Aktie bleibt 78 Prozent unter Rekordhoch
Erst der Schock, jetzt die Kehrtwende. Ein neues Kapitalmarkt-Rahmenwerk sorgte bei Aktionären des Bitcoin-Investors Strategy anfänglich für nackte Panik. Viele fürchteten einen Abverkauf der Krypto-Reserven. Jetzt lesen Investoren das Kleingedruckte genauer.
Das Ergebnis zeigt sich direkt auf dem Kurszettel. Die Papiere klettern am Donnerstag um gut fünf Prozent auf 86,70 Euro. Damit weitet sich das Plus auf Wochensicht auf über 15 Prozent aus. Die Stimmung dreht.
Milliarden-Rückkauf statt Krypto-Ausverkauf
Ende Juni verabschiedete der Vorstand das sogenannte Digital Credit Capital Framework. Zunächst stürzte die Aktie um mehr als sechs Prozent ab. Anleger sahen die Erlaubnis für künftige Bitcoin-Verkäufe als Abkehr von der eisernen Krypto-Strategie. Inzwischen rücken die aktionärsfreundlichen Details in den Fokus.
Das neue Rahmenwerk beinhaltet umfassende Aktienrückkäufe. Das Management darf Vorzugsaktien für bis zu eine Milliarde US-Dollar erwerben. Eine weitere Milliarde US-Dollar fließt im Idealfall in den Rückkauf von Stammaktien. Das stabilisiert das Kapitalgerüst spürbar.
Abkopplung vom Kryptomarkt
Bemerkenswert ist die Unabhängigkeit dieser Kursrallye. Der breite Markt bietet keinen Rückenwind. Die technologielastige Nasdaq verliert leicht. Auch die wichtigste Kryptowährung Bitcoin schwächelt weiterhin nahe der Marke von 58.000 US-Dollar.
Konkurrenten aus dem Krypto-Sektor wie MARA Holdings oder Riot Platforms leiden massiv unter diesem Umfeld. Strategy entzieht sich dem Abwärtsdruck aktuell komplett. Das unterstreicht die Wirkung der neuen Firmenstrategie.
Hohe Volatilität bleibt
Trotz der jüngsten Erholung bleibt das langfristige Chartbild angespannt. Die Aktie handelt weiterhin knapp 78 Prozent unter ihrem Rekordhoch vom vergangenen Sommer. Der 14-Tage-RSI notiert bei rund 40. Das signalisiert einen weiterhin stark überverkauften Markt.
Die Schwankungsbreite der vergangenen 30 Tage liegt bei fast 89 Prozent. Aktionäre müssen sich auf extreme Kurssprünge einstellen. Jeder neue Hinweis des Managements zur Kapitalallokation schlägt sofort auf den Preis durch. Die fundamentale Schwäche des Krypto-Marktes tritt dabei vorerst in den Hintergrund.
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