Strategy Aktie: 63 Prozent unter 52-Wochen-Hoch
Strategy erwägt erstmals Bitcoin-Verkäufe zur Finanzierung von Dividenden und Steuern. Die Aktie verliert 63 Prozent seit dem Hoch.

- Bruch mit dem Never-Sell-Prinzip
- Aktie 63 Prozent unter Jahreshoch
- Nettoverlust von 12,5 Milliarden Dollar
- Bitcoin-Bestand wächst auf 843.738 BTC
Lange galt das „Never Sell“ als unantastbares Dogma bei Strategy. Der Bitcoin-Vorzeigekonzern um Michael Saylor hielt an seinem Krypto-Schatz fest – koste es, was es wolle. Jetzt bricht das Unternehmen mit dieser Linie. Und das setzt die Aktie unter Druck.
Der Schritt ist bemerkenswert. Strategy erwägt erstmals offiziell, Teile seiner Bitcoin-Bestände zu veräußern. Konkret geht es um die Finanzierung von Dividenden oder die Bedienung von Steuerverpflichtungen. Ein tiefer Einschnitt für eine Firma, die sich jahrelang als ultimativer Bitcoin-Hodler inszenierte.
Die Aktie notiert aktuell bei 144,06 Euro – das sind 63 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 391,80 Euro. Auf Jahressicht verliert das Papier 61 Prozent. Der RSI liegt mit 41,5 im unteren neutralen Bereich, die annualisierte Volatilität erreicht knapp 80 Prozent.
Live-Fragen und Kapitalmarkt-Druck
Noch heute will das Management die Aktionäre direkt adressieren. Executive Chairman Michael Saylor und CEO Phong Le haben eine Live-Q&A mit Privatanlegern angesetzt – ein Format, das bereits Anfang Mai geplant war. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Strategy steht unter verschärfter Beobachtung, was Kapitalstruktur und Transparenz der Bitcoin-besicherten Finanzinstrumente angeht.
Die Bedeutung der Retail-Anleger ist enorm: Rund 80 Prozent der Vorzugsaktien liegen in privater Hand. Sollte das Vertrauen dieser Gruppe bröckeln, hätte das unmittelbare Folgen.
Ergebnis belastet, Vorräte wachsen
Die Quartalszahlen zeigen das ganze Dilemma. Strategy wies für das erste Quartal einen Nettoverlust von rund 12,5 Milliarden Dollar aus – fast vollständig zurückzuführen auf nicht realisierte Bewertungsverluste des Bitcoin-Bestands. Das operative Softwaregeschäft legte zwar um zwölf Prozent zu, bleibt aber ein Nebenschauplatz.
Parallel läuft die Restrukturierung der Bilanz auf Hochtouren. Strategy kündigte den Rückkauf von rund 1,5 Milliarden Dollar an nullverzinslichen Wandelanleihen an – zu einem Kurs von etwa 92 Cent auf den Dollar. Ziel: Refinanzierungsrisiken senken und die Verwässerung für Stammaktionäre begrenzen.
Der Bitcoin-Bestand wächst indes weiter. Strategy hält aktuell 843.738 BTC – über vier Prozent des gesamten Angebots. Finanziert wird die Akquisition über Vorzugsaktien und ATM-Angebote, deren Handelsvolumen zuletzt Rekordniveau erreichte. Der „Flywheel“ aus Kapitalaufnahme und Bitcoin-Kauf dreht sich weiter. Die Frage ist nur, ob Anleger die neue Flexibilität beim Verkauf tragen.
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