Strategy Aktie: Allein auf weiter Flur

Strategy hält 65 Prozent aller Bitcoin-Bestände börsennotierter Firmen, finanziert durch Aktienverkäufe. Trotz massiver Zukäufe verzeichnet die Aktie seit neun Monaten Verluste.

Die Kernpunkte:
  • Dominanter Anteil an Bitcoin-Käufen börsennotierter Firmen
  • Finanzierung durch STRC-Aktienverkäufe und ATM-Erlöse
  • Aktienkurs fällt seit neun Monaten in Folge
  • Insider-Verkäufe und strukturelle Risiken belasten Titel

Strategy kaufte im März 94 Prozent aller Bitcoin, die öffentlich gelistete Unternehmen weltweit erwarben. Das klingt nach einer Erfolgsgeschichte — doch die Aktie fällt seit neun Monaten in Folge.

Wenn alle anderen aussteigen

Die Zahlen von CryptoQuant sind eindeutig: Während Strategy im März rund 45.000 BTC akkumulierte, kauften alle anderen Unternehmen zusammen gerade einmal 1.000 BTC. Gleichzeitig schrumpfte das Lager der Verkäufer: MARA Holdings trennte sich von 15.133 BTC, Exodus Movement von weiteren 1.084 BTC. Insgesamt sind die Käufe durch Bitcoin-Treasuries laut CryptoQuant um 99 Prozent gegenüber dem Höchststand im August 2025 eingebrochen.

Strategy hält damit inzwischen rund 65 Prozent aller Bitcoin, die sich im Besitz börsennotierter Unternehmen befinden. Die nächsten Verfolger XXI und Metaplanet kommen auf 4,3 beziehungsweise 3,5 Prozent.

Die Finanzierungsmaschine läuft weiter

Finanziert wurden die März-Käufe über 1,18 Milliarden Dollar aus STRC-Aktienverkäufen sowie 396 Millionen Dollar aus MSTR-ATM-Erlösen. Allein in einer einzigen Woche erwarb das Unternehmen 22.305 BTC — eine der größten Einzelwochenkäufe in der Unternehmensgeschichte.

Das bevorzugte Finanzierungsinstrument bleibt die STRC-Vorzugsaktie. Sie schloss zuletzt bei 100,02 Dollar, knapp über dem Nennwert von 100 Dollar. Solange STRC über pari notiert, kann Strategy neue Anteile ausgeben, frisches Kapital einsammeln und direkt in Bitcoin investieren. Die Dividendenrate für April 2026 wurde bei 11,50 Prozent bestätigt.

Kurs und Konzentration

Die aggressive Akkumulation hat sich bislang nicht in Kursgewinnen niedergeschlagen. Die Aktie liegt seit Jahresbeginn 2026 rund 20 Prozent im Minus und notiert damit weit unterhalb ihres Allzeithochs von November 2024. Schwächere Bitcoin-Preise und anhaltender Verkaufsdruck belasten den Titel trotz wachsender Reserven.

Hinzu kommt ein strukturelles Risiko: Wenn eine einzige Gesellschaft nahezu die gesamte institutionelle Nachfrage nach Bitcoin als Unternehmensreserve stellt, hängt die Stabilität dieser Nachfrage direkt an der Verfügbarkeit von Fremdkapital. Störungen im Finanzierungskreislauf könnten nicht nur die Aktie, sondern auch den Bitcoin-Kurs selbst belasten.

Dass Director Jarrod Patten kürzlich 700 Aktien im Wert von rund 96.000 Dollar verkaufte, dürfte Anleger, die Insidertransaktionen verfolgen, kaum unbemerkt lassen. Im laufenden Jahr hat Strategy bereits rund 64.948 BTC erworben — deutlich mehr als im historischen Jahresdurchschnitt.

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