Strategy Aktie: Die nächste Aktienflut
Strategy erweitert seine Bitcoin-Bestände aggressiv durch die Ausgabe von Vorzugsaktien, nachdem schwache US-Inflationsdaten den Kryptokurs beflügelt haben. Die Strategie birgt jedoch Verwässerungsrisiken für Aktionäre.

- Bitcoin-Käufe im Wert von einer Milliarde Dollar
- Finanzierung durch Ausgabe von Vorzugsaktien
- Krypto-Bestände kurzzeitig wieder in der Gewinnzone
- Gemischte Reaktionen auf Verwässerungsstrategie
Überraschend schwache US-Inflationsdaten haben Risikoanlagen neuen Rückenwind verliehen. Strategy nutzt das freundliche Marktumfeld konsequent aus und weitet seine massiven Bitcoin-Käufe weiter aus. Dafür greift das Management tief in die Trickkiste der Kapitalbeschaffung.
Auslöser der jüngsten Krypto-Rally war der US-Erzeugerpreisindex. Mit einem Anstieg von lediglich 0,5 Prozent im März blieb die Großhandelsinflation deutlich unter den erwarteten 1,1 Prozent. Dieser nachlassende Preisdruck trieb Bitcoin am 14. April zeitweise über die Marke von 76.000 US-Dollar. Für Strategy bedeutete dieser Kurssprung einen wichtigen Meilenstein. Da die durchschnittlichen Kaufkosten des Unternehmens bei rund 75.580 Dollar pro Coin liegen, rutschte die Krypto-Schatzkammer kurzzeitig zum ersten Mal seit Ende März wieder in die Gewinnzone. Aktuell hält der Konzern 780.897 Bitcoin mit einem Marktwert von über 58,9 Milliarden Dollar.
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Frisches Kapital durch Vorzugsaktien
Parallel zur Markterholung baute das Unternehmen seine Bestände aggressiv aus. Zwischen dem 6. und 12. April erwarb Strategy weitere 13.927 Bitcoin für rund eine Milliarde Dollar. Finanziert wurde dieser Zukauf vollständig über die Ausgabe von Vorzugsaktien. Mehr als zehn Millionen Stück dieser Papiere warf das Management auf den Markt, um die nötige Liquidität zu beschaffen.
Das Ende der Fahnenstange ist damit noch lange nicht erreicht. Das Unternehmen verfügt weiterhin über einen Spielraum von 21,6 Milliarden Dollar in seinem Vorzugsaktienprogramm. Hinzu kommen 27,1 Milliarden Dollar aus dem regulären Aktienprogramm. An der Börse wird diese unermüdliche Expansion gemischt aufgenommen. Aktuell notiert die Strategy-Aktie bei 116,86 Euro und weist auf Sicht von zwölf Monaten ein sattes Minus von rund 57 Prozent auf. Auch seit Jahresbeginn steht ein Verlust von knapp 13 Prozent zu Buche. Analysten betonen, dass die starke Abhängigkeit von der Aktienausgabe es dem Unternehmen zwar ermöglicht, selbst in schwachen Marktphasen zu kaufen. Im gleichen Schritt verwässert diese Strategie jedoch spürbar die Anteile der Altaktionäre.
Fokus auf die Quartalszahlen
Am 5. Mai legt Strategy seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Der Markt rechnet mit einem Umsatz von rund 126,7 Millionen Dollar, was einem Wachstum von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche.
Während für das abgelaufene Quartal noch ein Verlust von 35,56 Dollar je Aktie erwartet wird, richten Investoren ihren Blick bereits auf das zweite Jahresviertel. Hier prognostizieren Analysten einen positiven Gewinn je Aktie von 10,47 Dollar. Im Zentrum des kommenden Berichts stehen die tatsächliche Bitcoin-Rendite und mögliche Anpassungen der milliardenschweren Finanzierungsprogramme.
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