Strategy Aktie: Dividende rauf

Strategy hebt die Ausschüttung seiner Vorzugsaktie STRC an, um den Finanzierungshebel für Bitcoin-Käufe offen zu halten, während die Stammaktie weiter unter Druck steht.

Die Kernpunkte:
  • Siebte Dividendenanhebung für Vorzugsaktie STRC
  • Mechanismus sichert Finanzierung für Bitcoin-Käufe
  • Stammaktie verzeichnet achten Monatsrückgang in Folge
  • Unternehmen hält über 717.000 Bitcoin im Bestand

Strategy dreht erneut an einem zentralen Stellhebel seiner Bitcoin-Finanzierung. Ausgerechnet in einer Phase, in der die Stammaktie seit Monaten schwächelt, hebt das Unternehmen die Ausschüttung seiner „Stretch“-Vorzugsaktie (STRC) weiter an. Was steckt hinter diesem Mechanismus – und warum ist die Dividende hier mehr als nur ein Geschenk an Anleger?

STRC: Siebte Erhöhung seit Start

Chairman Michael Saylor kündigte am Sonntag an, dass Strategy die Dividende der STRC-Vorzugsaktie für März 2026 auf 11,50% (annualisiert) anhebt – nach 11,25% zuvor. Es ist bereits die siebte Erhöhung, seit STRC im Juli 2025 an den Markt kam.

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Laut Unternehmensangaben wird der STRC-Satz monatlich angepasst, um den Handel nahe am Nennwert von 100 US-Dollar zu halten und Schwankungen zu glätten. Die Dividende wird monatlich gezahlt; die nächste Auszahlung ist für den 31. März 2026 angesetzt.

Warum die Dividende so wichtig ist

Der Knackpunkt: STRC ist perpetual – Strategy muss die Papiere also nicht zu einem festen Zeitpunkt zurückkaufen. Gleichzeitig ist die Rendite variabel und wird monatlich neu festgelegt.

Diese Struktur hängt direkt am sogenannten ATM-Programm (At-the-market):
Notiert STRC bei oder über 100 US-Dollar, kann Strategy neue STRC-Anteile platzieren und den Erlös für weitere Bitcoin-Käufe nutzen.
Fällt STRC unter den Nennwert, wird die Emission gebremst oder gestoppt.

Die Dividendenerhöhung wirkt damit wie ein Stützpfeiler, damit STRC „handelbar“ um die 100-Dollar-Marke bleibt – und der Finanzierungskanal nicht versiegt. STRC hatte am Freitag zwar bei 100 US-Dollar geschlossen, war im Laufe des Februars aber zeitweise darunter gerutscht.

Finanziell ist das kein Nebenkriegsschauplatz: Anfang Februar lag der aggregierte Nennwert von STRC bei rund 3,4 Mrd. US-Dollar. Über alle ewigen Vorzugsaktien hinweg beziffert Strategy die jährliche Dividendensumme auf etwa 800 Mio. US-Dollar. Dem stellt das Unternehmen einen Cash-Puffer von rund 1,44 Mrd. US-Dollar gegenüber, der laut öffentlichen Aussagen knapp zwei Jahre Dividendenzahlungen auf heutigem Niveau abdecken soll.

Weg von Stammaktien – hin zu Vorzügen

CEO Phong Le hatte im Februar erklärt, Strategy wolle sich beim Kapitalbeschaffen weniger auf die Ausgabe von Stammaktien stützen und stattdessen stärker Vorzugsaktien nutzen. Hintergrund: So lässt sich Bitcoin-Nachschub finanzieren, ohne die Stammaktionäre im selben Maß zu verwässern.

Strategy hat laut Bericht zudem rund 8,2 Mrd. US-Dollar an Wandelanleihen sowie mehrere Vorzugs-Serien (u.a. Strike, Stretch, Stride, Strife, Stream) im Umlauf, die ebenfalls dem Bitcoin-Aufbau dienen. Wichtig für STRC-Investoren: Sie tragen Unternehmens- bzw. Kreditrisiko, denn die Vorzugsaktien sind nicht direkt durch Bitcoin besichert, sondern hängen an der Bilanz von Strategy.

Stammaktie unter Druck – Bitcoin-Schwankungen schlagen durch

Während STRC stabil um den Nennwert gehalten werden soll, kämpft die Stammaktie mit Gegenwind. Im Februar fiel sie laut Quelltext um 14% – der achte Monatsrückgang in Folge, parallel zu einem deutlichen Bitcoin-Rücksetzer.

Ein wesentlicher Belastungsfaktor: Strategy bewertet seine Bitcoin-Bestände nach neuen Fair-Value-Regeln, wodurch Kursbewegungen direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung landen. Der gemeldete Nettoverlust von 12,4 Mrd. US-Dollar im vierten Quartal 2025 sei laut Bericht nahezu vollständig ein nicht realisierter Buchverlust – kein unmittelbarer Cash-Abfluss, aber ein starker Stimmungstreiber an der Börse.

Kursdaten (bereitgestellt): Die Aktie notiert heute bei 110,55 € und liegt damit seit Jahresbeginn 17,62% im Minus.

Im operativen Kern bleibt Strategy bei seiner Linie: Das Unternehmen hält inzwischen 717.722 Bitcoin, gekauft für 54,56 Mrd. US-Dollar (durchschnittlich 76.020 US-Dollar je BTC). Zuletzt kam in der Woche ab dem 16. Februar ein Zukauf von 592 BTC hinzu.

Zum nächsten größeren Stimmungstest dürfte es kommen, wenn die Q1-2026-Zahlen anstehen: Dann wird sich zeigen, wie robust das Modell aus Vorzugsfinanzierung und Bitcoin-Aufbau in einem weiter volatilen Kryptomarkt tatsächlich trägt.

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