Strategy Aktie: Teurer Strategiewechsel

Strategy finanziert seine Bitcoin-Akkumulation nun hauptsächlich über teure Vorzugsaktien. Die jährliche Dividendenlast übersteigt eine Milliarde US-Dollar, während das Unternehmen einen massiven Quartalsverlust meldet.

Die Kernpunkte:
  • Finanzierung wechselt von Stamm- zu Vorzugsaktien
  • Jährliche Dividendenlast übersteigt eine Milliarde Dollar
  • Massiver Quartalsverlust von 12,6 Milliarden USD
  • Bitcoin-Bestand nähert sich Ziel von einer Million

Strategy treibt seine aggressive Bitcoin-Akkumulation weiter voran, ändert dabei aber fundamental die Spielregeln der eigenen Finanzierung. Anstatt wie bisher primär auf die Ausgabe normaler Aktien zu setzen, nutzt das Unternehmen nun massiv Vorzugsaktien für seine Zukäufe. Dieser strukturelle Wandel füllt zwar die Krypto-Reserven, bürdet dem Konzern aber gleichzeitig enorme neue Zahlungsverpflichtungen auf.

Vorzugsaktien als neuer Motor

Zwischen dem 9. und 15. März sicherte sich das Unternehmen weitere 22.337 Bitcoin. Bemerkenswert ist dabei die Herkunft der Mittel: Mit 1,18 Milliarden US-Dollar stammte der Löwenanteil aus dem Verkauf von Vorzugsaktien der Serie STRC. Im gleichen Zeitraum spülte die Ausgabe regulärer Stammaktien lediglich 396 Millionen US-Dollar in die Kassen. Damit löst das Vorzugspapier die Stammaktie erstmals als wichtigstes Instrument zur Kapitalbeschaffung ab.

Da die reguläre Aktie in den vergangenen Monaten stark an Wert verloren hat, versucht das Management durch diesen Schritt offenbar, den Aktienkurs zu stützen und eine weitere Verwässerung für bestehende Anteilseigner zu vermeiden. Reguläres Eigenkapital soll künftig selektiver eingesetzt werden.

Wachsende Dividendenlast

Dieser Strategiewechsel hat einen hohen Preis. Bei einer Dividendenrendite von 11,5 Prozent für die STRC-Papiere bedeutet die jüngste Emission zusätzliche jährliche Verpflichtungen von rund 135 Millionen US-Dollar. Die gesamte jährliche Dividendenlast des Unternehmens übersteigt damit die Marke von einer Milliarde US-Dollar. Um diese Kosten abzufedern, hat Strategy etwa 2,25 Milliarden US-Dollar an Reserven zurückgelegt.

Dass die finanzielle Architektur des Unternehmens unter Spannung steht, zeigen auch die jüngsten Geschäftszahlen. Im vierten Quartal 2025 verbuchte der Konzern einen massiven Nettoverlust von 12,6 Milliarden US-Dollar und verfehlte die Erwartungen der Analysten deutlich. Zudem deuten sich bei den Vorzugsaktien erste Risse an. Das STRC-Papier handelte zuletzt drei Tage in Folge unter seinem Nennwert von 100 US-Dollar. Um den Preis zu stützen, könnte das Management gezwungen sein, die Dividende um weitere 25 Basispunkte anzuheben.

Marktreaktion und Ausblick

An der Börse wurde die jüngste Akquisition zunächst positiv aufgenommen. Die Strategy Aktie durchbrach zu Wochenbeginn ihren 50-Tage-Durchschnitt, der aktuell bei 122,38 Euro verläuft, und notiert heute bei 131,50 Euro.

Mit nun 761.068 gehaltenen Bitcoin im Wert von knapp 55,8 Milliarden US-Dollar nähert sich Strategy dem ausgegebenen Ziel von einer Million Token bis Ende 2026. Um die verbleibenden Käufe zu tätigen, stehen noch rund 34 Milliarden US-Dollar an Emissionskapazität zur Verfügung. Die Verlagerung der Finanzierung hin zu einer renditetragenden Vorzugsstruktur zwingt das Unternehmen künftig dazu, die kontinuierlich steigenden Dividendenkosten strikt gegen den erhofften Wertzuwachs der Krypto-Reserven abzuwägen.

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