Strategy Aktie: Verwelkte Ernte?
Strategy erweitert seine Bitcoin-Bestände durch Aktienemissionen und positioniert sich als Vorreiter für KI und digitale Vermögenswerte in Unternehmen.

- Unternehmen kauft 592 Bitcoin via Aktienverkauf
- Strategie kombiniert KI-Entwicklung mit Bitcoin-Reserven
- Bilanz zeigt hohe nicht realisierte Verluste
- Aktienkurs zeigt deutliche Verluste über 30 Tage
Strategy treibt zwei Themen gleichzeitig nach vorn: Künstliche Intelligenz im Unternehmensumfeld – und den Ausbau der eigenen Bitcoin-Reserve. Diese Woche hat das Unternehmen beides auf einer Bühne zusammengeführt: mit der 100. Bitcoin-Transaktion seit 2020 und dem Abschluss der hauseigenen Konferenz „Strategy World 2026“ in Las Vegas. Was heißt das für die Story hinter dem Titel?
100. Kauf – finanziert über neue Aktien
Laut einer Pflichtmitteilung (8-K) vom 23. Februar hat Strategy zwischen dem 17. und 22. Februar insgesamt 592 Bitcoin für rund 39,8 Millionen US-Dollar gekauft. Finanziert wurde der Zukauf über ein „At-the-market“-Programm: In diesem Zeitraum platzierte das Unternehmen 297.940 neue Class-A-Aktien und erzielte netto rund 39,7 Millionen US-Dollar.
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Damit wird ein zentraler Mechanismus des Geschäftsmodells sichtbar: Strategy nutzt Kapitalmaßnahmen, um die Bitcoin-Bestände weiter auszubauen – statt vorhandene Positionen zu reduzieren. Vorstandschef Michael Saylor flankierte das Jubiläum öffentlich auf X und sprach von „The Orange Century“ – ein Hinweis darauf, wie stark der Bitcoin-Fokus inzwischen Teil der Firmenidentität ist.
Konferenz als Ansage: KI plus „Bitcoin-Treasury“
Auf der „Strategy World 2026“ (23.–26. Februar) setzte das Management die Leitplanken für die nächsten Jahre. CEO Phong Le erklärte in seiner Keynote, die klassische Ära von Enterprise-Software, Business-Intelligence und Data-Warehousing gehe zu Ende. Starre Systeme würden durch einen neuen Ansatz ersetzt, der auf KI und „Enterprise Sovereignty“ setzt.
Saylor wiederum stellte Bitcoin als „Digital Capital“ und strategischen Reservebaustein heraus. Er verwies dabei auf eine „Fortress Balance Sheet“-Erzählung und bezifferte die Bilanzsumme per 24. Februar auf rund 45 Milliarden US-Dollar. Parallel lief erneut eine „Bitcoin for Corporations“-Schiene, die explizit die Brücke zwischen Unternehmens-KI und Treasury-Strategien schlagen soll – auch, um Strategy als Stimme institutioneller Bitcoin-Nutzung zu positionieren.
Bilanzdruck bleibt – trotz Wachstum bei den Beständen
In Summe hält Strategy nach eigenen Angaben nun 717.722 Bitcoin, angeschafft für 54,56 Milliarden US-Dollar (durchschnittlich 76.020 US-Dollar pro Coin). Zum Zeitpunkt der Meldung lag der Bitcoin-Kurs etwas über 66.000 US-Dollar – daraus resultierte rechnerisch ein nicht realisierter Verlust von etwa 10.000 US-Dollar je Bitcoin bzw. rund 7 Milliarden US-Dollar gesamt.
Wie stark diese Schwankungen durchschlagen können, zeigte bereits das vierte Quartal 2025: Strategy meldete einen Nettoverlust von 12,44 Milliarden US-Dollar, maßgeblich getrieben von 17,44 Milliarden US-Dollar nicht realisierten Verlusten aus digitalen Vermögenswerten. Dass der jüngste Kauf erneut über Aktienemissionen finanziert wurde – zusätzlich zu früheren Wandelschuldverschreibungen und Vorzugsaktien – unterstreicht: Verwässerung und Finanzierungsbedingungen sind ein Schlüssel, weil sie langfristig auch Kennzahlen wie „Bitcoin pro Aktie“ beeinflussen.
Auch an der Börse spiegelt sich die angespannte Gemengelage: Am Freitag schloss die Aktie bei 109,55 Euro, auf 30-Tage-Sicht liegt sie damit deutlich im Minus.
Im März dürfte daher vor allem eines im Zentrum stehen: welche Größenordnung und Konditionen künftige Finanzierungen haben – und ob Strategy an seinem Kurs festhält, weiteres Kapital für Bitcoin-Käufe zu mobilisieren, ohne Bestände zur Entlastung der Buchverluste zu verkaufen.
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