Strategy Aktie: Zweitgrößter Bitcoin-Kauf aller Zeiten

Strategy akkumuliert massiv Bitcoin, finanziert Käufe nun primär über Vorzugsaktien. Analysten sehen Wachstumspotenzial trotz Milliardenverlust und neuer Finanzierungsrisiken.

Die Kernpunkte:
  • Massiver Bitcoin-Kauf im laufenden Quartal
  • Finanzierung wechselt zu Vorzugsaktien
  • Analysten sehen solide Bilanzstruktur
  • Aktie steht trotz Offensive unter Druck

Strategy kauft Bitcoin in einem Tempo, das selbst für die eigenen Maßstäbe bemerkenswert ist — und das mitten in einem deutlichen Kursrückgang der Kryptowährung. Im laufenden Quartal hat das Unternehmen bereits 89.618 BTC erworben und steuert damit auf die zweitgrößte Akkumulationsphase seiner Geschichte zu.

Neue Finanzierungsquelle verändert das Modell

Bislang finanzierte Strategy seine Bitcoin-Käufe überwiegend durch die Ausgabe neuer Aktien — zum Nachteil bestehender Anteilseigner. Das ändert sich gerade spürbar. In der Woche vom 15. März stammten rund 1,18 Milliarden Dollar aus dem Vorzugsaktien-Programm STRC, während Eigenkapitalbeiträge auf etwa 396 Millionen Dollar zurückgingen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Strategy?

Das ist das erste Mal, dass Vorzugsaktien als primäres Finanzierungsinstrument dienten. Der Vorteil: Kapital lässt sich so auch dann beschaffen, wenn der Bitcoin-Preis unter Druck steht — ein Problem, das Strategy in der Baisse 2022 noch erheblich ausgebremst hatte. Allerdings geriet das STRC-Programm zuletzt ins Stocken, weil der Kurs unter den Nennwert von 100 Dollar fiel und weitere Emissionen damit vorerst nicht möglich sind.

Texas Capital setzt auf weiteres Wachstum

Texas Capital Securities hat die Aktie mit einem Kursziel von 200 Dollar und einer Kaufempfehlung eingestuft. Analyst Randy Binder erwartet, dass Strategy im Jahr 2026 rund 17 Milliarden Dollar Kapital aufnehmen wird, und sieht die Bilanz als vergleichsweise solide: Schulden machen etwa 14 Prozent des Kapitals aus, die Barreserven von 2,25 Milliarden Dollar decken Zins- und Dividendenzahlungen für knapp zwei Jahre.

Texas Capital verweist zudem auf einen fragmentierten Markt mit über 30 börsennotierten Digital-Asset-Unternehmen. In einem Abschwung könnten Kapitalströme in größere, liquidere Anbieter fließen — wovon Strategy als Marktführer profitieren würde. Als Risiken nennt die Bank die Abhängigkeit von externer Finanzierung sowie technologische Schwachstellen im Krypto-Bereich.

Milliardenverlust, Milliardenziel

Die Aktie selbst steht trotz der Kaufoffensive erheblich unter Druck. Im vierten Quartal 2025 wies Strategy einen Nettoverlust von 12,4 Milliarden Dollar aus — hauptsächlich durch nicht realisierte Verluste auf digitale Assets, die seit Januar 2025 nach Fair-Value-Regeln bilanziert werden müssen.

Hinter dem Bitcoin-Treasury von rund 54 Milliarden Dollar stehen jährliche Vorzugsdividenden von einer Milliarde Dollar. Die vorhandenen Barreserven würden diese Verpflichtungen rechnerisch für 46 Jahre abdecken.

Hält Strategy seine historische Wachstumsrate von 16 Prozent pro Quartal, würde die Marke von einer Million Bitcoin bis Ende September 2026 fallen. Ob das Tempo angesichts der STRC-Einschränkungen gehalten werden kann, hängt maßgeblich davon ab, ob der Vorzugsaktienpreis zurück über den Nennwert klettert.

Strategy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Strategy-Analyse vom 23. März liefert die Antwort:

Die neusten Strategy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Strategy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Strategy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Strategy