Ströer Aktie: 46 Euro im Visier

Ströer startet ein 50-Millionen-Euro-Aktienrückkaufprogramm und erhält ein Kursziel von 46 Euro von JPMorgan. Die Dividende wird nach Gewinnrückgang gekürzt.

Die Kernpunkte:
  • JPMorgan erhöht Kursziel auf 46 Euro
  • 50-Millionen-Euro-Aktienrückkauf bis 2026
  • Dividende sinkt auf 1,85 Euro je Aktie
  • Aktie gewinnt nach Ankündigungen deutlich

Ströer startet eine Charmeoffensive, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Mit einem millionenschweren Aktienrückkaufprogramm und einem deutlich angehobenen Kursziel von JPMorgan setzt der Werbevermarkter ein Ausrufezeichen gegen den langfristigen Abwärtstrend. Die neue Strategie zielt darauf ab, die Kapitalrückführung trotz einer gekürzten Dividende zu forcieren.

JPMorgan sieht deutliches Potenzial

Analyst Marcus Diebel von JPMorgan hat sein Kursziel für das MDAX-Unternehmen von 44 auf 46 Euro hochgeschraubt. Beim Schlusskurs vom Freitag von 31,95 Euro entspricht dies einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von fast 47 Prozent. Die Experten honorieren vor allem die Entscheidung des Managements, bis November 2026 eigene Anteile im Wert von bis zu 50 Millionen Euro zurückzukaufen. Diese Maßnahme soll den Kurs stützen, der seit Jahresbeginn über 14 Prozent eingebüßt hat.

Dividendenkürzung nach Gewinnrückgang

Allerdings müssen Aktionäre kurzfristig Abstriche beim direkten Cashflow machen. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2025 sinkt von 2,30 Euro auf 1,85 Euro je Aktie. Hintergrund ist ein Nettoergebnis, das um fünf Prozent auf 140 Millionen Euro nachgab. Während der Konzernumsatz mit 2,08 Milliarden Euro nahezu stagnierte, blieb das bereinigte EBITDA mit 626 Millionen Euro stabil. Ströer priorisiert derzeit die Stärkung der Kapitalstruktur und den Rückkauf vor einer konstant hohen Ausschüttung.

Charttechnik: Wichtige Hürden voraus

An der Börse sorgten die Nachrichten zuletzt für Erleichterung. Die Aktie legte am Freitag um rund 4,6 Prozent zu und entfernte sich damit vom Jahrestief bei 29,60 Euro. Nun rückt der 50-Tage-Durchschnitt bei 33,06 Euro in den Fokus. Ein nachhaltiger Ausbruch über diesen gleitenden Durchschnitt gilt als Voraussetzung für eine dauerhafte Trendwende. Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 58,5 signalisiert dabei kurzfristig weiteren Spielraum für Erholungsbewegungen.

Das Management prognostiziert für 2026 ein organisches Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Belastbare Daten zur Umsetzung dieser Ziele liefert der Quartalsbericht am 12. Mai 2026. Bis dahin wird die Kursentwicklung an der Marke von 33,06 Euro darüber entscheiden, ob die Aktie den Weg in Richtung des 200-Tage-Durchschnitts bei knapp 38 Euro ebnen kann.

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