Ströer Aktie: Finanzchef Gieseke geht im Juni

Ströer verliert Finanzvorstand Gieseke, Aufsichtsrat Vilanek übernimmt interimistisch. Das operative Geschäft mit digitaler Außenwerbung wächst.

Die Kernpunkte:
  • Finanzchef Gieseke verlässt Konzern
  • Aufsichtsrat übernimmt Finanzressort vorübergehend
  • Digitale Außenwerbung mit zwölf Prozent Plus
  • Dividendenvorschlag von 1,85 Euro je Aktie

Ströer erlebt derzeit einen personellen Umbruch an der Spitze. Während die Aktie mit einem Plus von rund zehn Prozent innerhalb einer Woche relative Stärke zeigt, klafft im Vorstand eine Lücke. Nach dem Abgang von Co-CEO Christian Schmalzl verlässt nun auch Finanzchef Henning Gieseke im Juni den Konzern.

Aufsichtsrat übernimmt Finanzressort

Christoph Vilanek, der Vorsitzende des Aufsichtsrats, springt vorerst als Finanzvorstand ein. Diese Interims-Lösung soll den Übergang sichern, bis eine dauerhafte Besetzung für das Finanzressort gefunden ist. Die Aktie notiert aktuell bei 38,32 Euro, was einem Tagesplus von 1,64 Prozent entspricht.

Operativ stützt vor allem das Kerngeschäft mit digitaler Außenwerbung die Bilanz. In diesem Segment kletterten die Erlöse im ersten Quartal um 12 Prozent. Das glich die Schwäche im Bereich E-Commerce aus, wo der Verkauf des Statista-Beratungsgeschäfts sowie ein schwieriges Konsumumfeld bei AsamBeauty das Ergebnis belasteten.

Der Konzernumsatz stieg insgesamt organisch auf 496 Millionen Euro. Parallel dazu verbesserte sich der bereinigte Free Cash Flow deutlich. Er lag mit minus 9,7 Millionen Euro weit über dem Vorjahreswert von minus 35,1 Millionen Euro.

Dividende und Analysten-Differenzen

Auf der anstehenden Hauptversammlung in Köln steht die Dividende im Fokus. Vorgeschlagen ist eine Ausschüttung von 1,85 Euro je Aktie. Neben der Gewinnbeteiligung warten Investoren auf Details zur künftigen KI-Strategie für die Werbeplattformen.

Die Einschätzungen der Banken gehen derweil weit auseinander. Während Warburg Research Kursziele von über 70 Euro ausruft, bleibt Goldman Sachs mit einem Ziel von 43 Euro zurückhaltend. Indes unterstreichen veränderte Stimmrechtsanteile von Großanlegern wie Union Investment das institutionelle Interesse am MDAX-Titel.

Die Hauptversammlung im Juni bildet den nächsten Fixpunkt für die Aktie. Investoren werden dort vor allem auf Signale zur langfristigen Management-Besetzung achten. Bis dahin stützt das pausierte Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 50 Millionen Euro das aktuelle Kursniveau.

Ströer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ströer-Analyse vom 27. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Ströer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ströer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Ströer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Ströer