Ströer Aktie: Tempo zieht deutlich an

Ströer verzeichnet im zweiten Quartal ein organisches Umsatzplus von 4,2 Prozent. Digital & Dialog Media wächst stark, während DaaS & E-Commerce schwächelt.

Die Kernpunkte:
  • Organisches Umsatzwachstum von 4,2 Prozent
  • Digital & Dialog Media legt um 17 Prozent zu
  • DaaS & E-Commerce bremst Geschäftsentwicklung
  • Jahresprognose bleibt trotz Segmentunterschieden bestehen

Ströer legt beim Wachstum wieder zu. Nach einem eher verhaltenen Start ins Jahr zeigt das zweite Quartal, dass der Außenwerber wieder an Fahrt gewinnt — organisch wuchs der Umsatz um 4,2 Prozent, nach nur 1,1 Prozent im ersten Quartal.

In absoluten Zahlen kletterte der Konzernumsatz um 7 Prozent auf 542 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA stieg vergleichsweise moderat um 3 Prozent auf 154 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben 29,7 Millionen Euro übrig, ein Rückgang von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Digital zieht, E-Commerce bremst

Die Wachstumsdynamik verteilt sich ungleich über die Segmente. OOH Media, das umsatzstärkste Standbein, legte nominal um 10 Prozent auf 271 Millionen Euro zu. Noch stärker entwickelte sich Digital & Dialog Media mit einem Plus von 17 Prozent auf 245 Millionen Euro.

Das dritte Segment, DaaS & E-Commerce, läuft dagegen gegen den Trend. Hier bremste das Geschäft im zweiten Quartal spürbar, und für das dritte Quartal rechnet Ströer sogar mit einem Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Die beiden größeren Segmente sollen dagegen ihr Wachstumstempo halten: OOH Media im mittleren einstelligen Bereich, Digital & Dialog Media auf ähnlichem Niveau wie im abgelaufenen Quartal.

Ausblick bleibt unverändert

Trotz der unterschiedlichen Segmenttrends rührt Ströer am Gesamtjahresziel nicht. Der Vorstand bestätigte die Prognose eines organischen Umsatzanstiegs im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich, das bereinigte EBITDA soll auf Vorjahresniveau stabil bleiben.

Für das laufende Geschäftsjahr bedeutet das: Die Beschleunigung im zweiten Quartal reicht aus, um den schwachen Jahresauftakt auszugleichen, ohne dass sich am grundsätzlichen Zielkorridor etwas ändert. Der schwächere Nettogewinn zeigt allerdings, dass Wachstum allein nicht automatisch mehr Ertrag unter dem Strich bedeutet — ein Punkt, den Anleger im weiteren Jahresverlauf im Blick behalten dürften.

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