Stürmische Zeiten für PNE Wind

Auf der Hauptversammlung von PNE Wind ging es so turbulent zu, dass die guten Nachrichten, die der Konzern zwischendurch veröffentlicht hatte, fast untergingen. Die Situation ist zwiegespalten. Auf der einen Seite haben Anleger die Arbeit des Aufsichtsrats kritisiert und PNE Wind ihr Vertrauen entzogen, auf der anderen Seite glänzt PNE Wind mit einer soliden Geschäftsentwicklung.

 

© PNE Wind
© PNE Wind

Das operative Geschäft der PNE Wind AG läuft aktuell sehr gut. Der Windpark-Projektierer konnte jüngst seine britische Tochter veräußern. Dafür sind rund 140 Mio. Euro in die Kasse geflossen. Eigentlich war der Konzern auf der Suche nach einem Finanzpartner gewesen. Am Ende entschied sich PNE Wind trotzdem dafür, die Anteile von PNE Wind UK zu verkaufen.

 

Projekt-Pipeline gut gefüllt

Überhaupt hat sich PNE Wind für dieses Jahr eine Menge vorgenommen. Zahlreiche Windparks im Onshore-Bereich sollen fertiggestellt werden. Im Offshore-Bereich wurde im März Strom aus dem Windpark „Borkum Riffgrund I“ ins deutsche Netz gespeist. Die 78 Anlagen werden seitdem nach und nach ans Netz genommen. Und nicht zuletzt durch den Einstieg ins YieldCo-Geschäft verspricht sich PNE Wind zusätzliches Potenzial, um die Kassen wieder zu füllen.

 

Schwache Zahlen für das 1. Quartal 2015

Denn dass hat der Konzern auch dringend nötig. Die Zahlen für das 1. Quartal 2015 waren nämlich alles andere als berauschend ausgefallen. Beim EBIT verzeichnete PNE Wind einen deutlichen Verlust von rund 6 Mio. Euro (Vorjahresquartal: rund -0,8 Mio. Euro).

Der Umsatz hatte sich dagegen fast halbiert. Von rund 33 Mio. Euro im Vorjahresquartal 2014 auf nun gute 15 Mio. Euro.

 

Trotz Ärger hat PNE Wind positive Aussichten

Durch die gut gefüllte Pipeline und das YieldCo-Geschäft rechnet PNE Wind mit steigenden Umsätzen und hebt seine Prognose an. Für die Geschäftsjahre 2014 bis 2016 soll das EBIT kumuliert bis zu 130 Mio. Euro ansteigen.

 

PNE-Aktie – Es bleibt volatil

Durch die chaotische Hauptversammlung, über die Börse Global ausführlich berichtete, musste die Aktie herbe Rückschläge verkraften. Der Kurs fiel stellenweise auf unter 2 Euro. Nicht einmal die wichtige Unterstützung bei rund 2,14 Euro konnte dem standhalten. Inzwischen konnte sich die Notierung davon erholen und stieg bis auf rund 2,35 Euro an. Doch aufgrund der angespannten Lage bleibt der Wert weiterhin höchst volatil.

PNE-Wind-17-07-15

 

 

Weiterführende Links:

 

Zu den Aussichten der Erneuerbaren Energie

 

Windenergie als wichtigster Sektor

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