Südzucker: Wird das eine neue Comeback-Story?

Der einstige Börsenliebling Südzucker hat in den vergangenen zwölf Monaten viel Vertrauen an der Börse verspielt.

Hatte sich das Unternehmen lange Zeit sehr optimistisch gezeigt, die Aufhebung der EU-Zuckermarkt-Verordnung als große Wachstumschance zu sehen, konnte man bislang hinsichtlich der Geschäftszahlen nur wenig liefern. Wobei auch noch dazu beitrug, dass die Tochter CropEnergies, die Ethanol produziert, ebenfalls operative Schwächen zeigt.

Turnaround voraus?

Allerdings liebt der Markt Comeback-Storys. Und Südzucker ist nach einem Sturz von 25 Euro Anfang 2017 auf zeitweise nur noch 13 Euro sicherlich solch ein Kandidat. Das spiegelt sich auch in dem ersten Erholungsansatz wieder, den die Aktie seit ihrem Tief Ende März umsetzen konnte. Wobei noch ein weiteres Detail hilfreich sein könnte. Denn die Leerverkäufer, die Südzucker lange Zeit unter Druck brachten, scheinen zunehmend nervös zu werden oder das Interesse zu verlieren.

So senkte bspw. Citadel Europe seine bisherige Short-Position von 0,78% der ausstehenden aktien auf 0,68%. Das scheint nicht viel, könnte aber geradezu einen Startschuss für weitere Positionsreduzierungen liefern. Also Leerverkäufer im Auge behalten!

Südzucker mit attraktivem Gewinnpotenzial

Aus charttechnischer Sicht schaffte es Südzucker bereits, einige Ausrufezeichen zu setzen. Denn nicht nur die 50-Tage-Linie wurde überwunden, sondern aktuell liegt auch ein Break der 100-Tage-Linie in der Luft. Was gleichzeitig auch bedeuten würde, dass man den seit Februar 2017 bestehenden Abwärtstrend durchbrechen würde.

Allerdings: Rein fundamental liefert Südzucker noch keine wesentlichen Argumente für eine nachhaltige Trendumkehr. Insofern müsste man aktuelle Erholungsansätze vorerst nur mit dem Label „technische Gegenreaktion“ versehen. Doch die könnte angesichts der Charttechnik durchaus bis 18 Euro gehen.

 

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