Süss MicroTec Aktie: Jefferies bleibt optimistisch
Jefferies hebt Kursziel für den Halbleiterausrüster an, obwohl das Unternehmen für 2026 sinkende Umsätze und schmalere Margen prognostiziert. Analysten sehen das Jahr als Übergangsphase.

- Jefferies erhöht Kursziel auf 58 Euro
- Unternehmen erwartet Umsatz- und Margenrückgang 2026
- Neue Produktionsplattform in Taiwan belastet Ergebnis
- Langfristige Ziele für 2030 bleiben ambitioniert
Rekordumsatz im Rückspiegel, Margenrückgang voraus — und trotzdem hebt Jefferies das Kursziel an. Der Halbleiterausrüster steckt mitten in einem selbst verordneten Umbau, der 2026 spürbar auf die Zahlen drückt. Für Analysten ist das offenbar kein Grund zur Sorge.
Kursziel hoch, Erwartungen gedämpft
Jefferies hob das Kursziel von 56 auf 58 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung — obwohl das Unternehmen selbst für das laufende Jahr sinkende Umsätze und schmalere Margen ankündigt. Für 2026 rechnet Süss MicroTec mit Erlösen zwischen 425 und 485 Millionen Euro, nach einem Rekordumsatz von über 503 Millionen Euro im Vorjahr. Die operative Marge soll auf 8 bis 10 Prozent fallen — von 13,1 Prozent zuletzt.
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Jefferies wertet 2026 als Übergangsjahr, dem eine mittelfristige Erholung folgen soll. Diese Einschätzung teilen viele: Von elf erfassten Analystenurteilen sprechen zehn eine Kaufempfehlung aus. Warburg Research erhöhte sein Kursziel zuletzt auf 70 Euro, die Deutsche Bank auf 62 Euro.
Taiwan und die Rechnung für 2027
Den Margendruck erklärt das Unternehmen vor allem mit Verlagerungskosten und steigenden F&E-Ausgaben, die von 9 auf 11 Prozent des Umsatzes klettern. Im Zentrum steht der neue Produktionsstandort im taiwanesischen Zhubei: Im Februar lief dort das erste Werkzeug vom Band, rund zehn Einheiten folgten im ersten Quartal. Das Management erwartet, dass Q1 2026 die letzte Periode mit wesentlicher Ergebnisbelastung durch die Verlagerung sein wird.
Finanziell ist das Unternehmen für diesen Kurs gerüstet. Die Eigenkapitalquote stieg auf 62,2 Prozent, eine neue syndizierte Kreditfazilität weitet die finanzielle Flexibilität auf 115 Millionen Euro aus.
Langfristig peilt das Management für 2030 einen Umsatz von 750 bis 900 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge von 20 bis 22 Prozent an. Ob sich diese Ambitionen einlösen lassen, hängt wesentlich davon ab, wie schnell die Taiwan-Plattform Fahrt aufnimmt und ob sich das Auftragsmomentum — nach einem Rückgang von 16 Prozent im Jahresvergleich — tatsächlich erholt. CFO Cornelia Ballwießer hat für das erste Quartal 2026 bereits eine spürbare Verbesserung signalisiert. Erste Bestätigung dürften die nächsten Quartalszahlen liefern.
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