Süss MicroTec Aktie: Rallye gestoppt

Eine Analystenstudie mit vorsichtiger Umsatzprognose für 2026 löste deutliche Gewinnmitnahmen bei Süss MicroTec aus. Die langfristige KI-Erzählung bleibt intakt, doch kurzfristig fehlt es an Auftragsbestätigungen.

Die Kernpunkte:
  • Kursverlust nach vorsichtiger Umsatzprognose für 2026
  • Analysten bestätigen Kaufempfehlung trotz Konsolidierung
  • Technische Indikatoren signalisieren überverkaufte Lage
  • Nächster Prüfstein sind Quartalszahlen Ende März

Der Höhenflug der Süss MicroTec Aktie hat vorerst einen Dämpfer bekommen. Nach einer Analystenstudie mit vorsichtiger Prognose für 2026 setzten am Freitag deutliche Gewinnmitnahmen ein. Spannend ist weniger der Rückgang an sich, sondern der Bruch zwischen der optimistischen KI-Erzählung im Halbleitermarkt und den noch verhaltenen Auftragsaussichten beim Unternehmen.

Die Fakten im Überblick

  • Schlusskurs Freitag: 48,04 Euro
  • Tagesverlust: -4,49 %
  • Plus seit 30 Tagen: rund 26 %
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch (50,30 Euro): ca. -4,5 %
  • Abstand zum 52-Wochen-Tief (24,28 Euro): knapp +98 %
  • RSI (14 Tage): 28,2 – technisch bereits im überverkauften Bereich
  • Deutlicher Abstand zu den gleitenden Durchschnitten (200-Tage-Linie: 35,75 Euro)

Die Aktie bleibt damit klar im Aufwärtstrend, hat aber einen Teil der sehr schnellen Gewinne der vergangenen Wochen abgegeben.

Analystenstudie bremst die Euphorie

Auslöser der Kursverluste war eine neue Studie von mwb research. Inhaltlich ist die Botschaft zweigeteilt:

  • Die Kaufempfehlung für die Aktie wurde bestätigt.
  • Gleichzeitig erwarten die Analysten für das Geschäftsjahr 2026 einen Rückgang des Umsatzes auf 437,8 Millionen Euro, nach prognostizierten 497,5 Millionen Euro für 2025.

Begründet wird diese Vorsicht damit, dass sich die bessere Stimmung in der Halbleiterbranche – zuletzt unterstützt durch starke Zahlen und vorgezogene Investitionen des Branchenriesen TSMC in fortschrittliche Packaging-Technologien – noch nicht in einer klar höheren Auftragslage bei Süss MicroTec widerspiegelt.

Konkret: Die strukturellen Trends wie Künstliche Intelligenz und komplexere Chip-Gehäuse sprechen zwar für langfristiges Wachstum, doch die aktuellen Verhandlungen mit Kunden befinden sich laut Studie noch in einem frühen Stadium. Die kurzfristige Visibilität bleibt damit begrenzt.

Diskrepanz zwischen Story und Zahlen

Der Rückgang am Freitag erfolgte von einem hohen Niveau: Noch kurz zuvor hatte die Aktie ein neues 12-Monats-Hoch markiert. Seit dem 52-Wochen-Tief im September hat sich der Kurs fast verdoppelt, auch getrieben von großen Erwartungen an den KI-Boom und den steigenden Bedarf an spezialisierter Halbleiterfertigung.

Genau hier setzt die Skepsis der Analysten an:
Die langfristige Markterzählung bleibt intakt, doch kurzfristig deuten die Prognosen eher auf eine Phase der Konsolidierung hin als auf durchgehendes Wachstum von Jahr zu Jahr. Die Herabsetzung der Umsatzerwartung für 2026 kann deshalb als Anpassung überhöhter Hoffnungen gewertet werden, nicht als Bruch des gesamten Investment-Case.

Charttechnisch unterstreichen die Daten dieses Bild: Der Kurs liegt deutlich über den 100- und 200-Tage-Durchschnitten, gleichzeitig signalisiert ein RSI von 28,2 eine technisch überverkaufte Situation nach einer sehr steilen Rally – ein Hinweis auf eine scharfe, aber bislang begrenzten Gegenbewegung innerhalb des Aufwärtstrends.

Ausblick: Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Trotz der kurzfristigen Delle bleibt der generelle Analystenkonsens positiv: Laut Unternehmensangaben standen Mitte Januar 10 Kaufempfehlungen nur einer Verkaufsempfehlung gegenüber. Auch mwb research hält am positiven Votum fest und rechnet damit, dass sich die laufenden Kundengespräche „eher früher als später“ in konkrete Aufträge umsetzen.

Der nächste zentrale Termin ist bereits gesetzt: Am 30. März 2026 veröffentlicht Süss MicroTec die Zahlen für das vierte Quartal 2025. Dann wird sichtbar, ob sich die anziehende Branchendynamik bereits stärker in Auftragseingängen und Margen niederschlägt. Für den Markt dürfte entscheidend sein, ob das Management die vorsichtige 2026-Prognose untermauert oder mit frischen Daten wieder mehr Tempo in die Wachstumserzählung bringt.

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