Super Bowl 2019 – Indikator für das Börsenjahr?

Am kommenden Sonntag findet das größte Sportereignis der USA statt - der Super Bowl 2019 (Super Bowl LIII), die US-Meisterschaft im American Football. Geschätzt wird, dass sich rund 110 bis 120 Millionen Amerikaner dieses Spektakel am Fernsehgerät anschauen werden,  Weitere 40 Millionen dürften in anderen Ländern vor den TV-Geräten sitzen.

Diese Zahlen sind zwar weit von dem Mythos entfernt, dass den Super Bowl weltweit 1 Milliarde Zuschauer verfolgen (das schaffte bislang tatsächlich nur das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft). Dennoch dürfte das Finale im American Football auch für Nicht-Fans durchaus von Interesse sein. Zumindest wenn man Börsianer ist und an gewisse statistische Gesetzmäßigkeiten glaubt.

Baisse oder Hausse?

Dabei geht es um den sogenannten Super-Bowl-Indikator, der aus dem Meisterschaftsergebnis eine Prognose für den weiteren Verlauf des aktuellen Börsenjahres ableiten soll. Die Meisterschaft wird zwischen den beiden sogenannten Conferences (Ligen), der American Football Conference (AFC) und der National Football Conference (NFC) ausgetragen, die beide in der National Football League spielen.

Der Grundsatz lautet dabei: Gewinnt ein Team der AFC, gibt es eine Baisse, gewinnt ein Team der NFC, steht eine Hausse ins Haus. Das alles klingt zwar auf den ersten Blick eher nach Schabernack. Die Tatsache aber, dass dieser Indikator in 39 von 51 Fällen seit Austragung des Super Bowl richtig lag, gibt doch zu denken. Immerhin entspricht dies einer Trefferquote von 76 %. Allein in den Jahren seit 2000 lag dieser Indikator doppelt so oft richtig.

Welches Team schlüpft in die Favoritenrolle?

Natürlich weiß jeder Anleger und Analyst, dass die Börsentendenzen von gänzlich anderen Einflüssen geprägt werden. Aber man kann ja nie wissen. Entsprechend mal ein Blick auf die beiden Kontrahenten, die sich in diesem Jahr im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta gegenüberstehen.

Auf der Seite der AFC laufen erneut die New England Patriots mit ihrem Star-Quarterback Tom Brady aufs Feld. Dabei sind die Patriots die Mannschaft mit den meisten Super-Bowl-Teilnahmen (zehn). Fünfmal konnte man dabei die Trophäe für sich gewinnen. Auf der anderen Seite stehen die Los Angeles Rams (früher aus St. Louis). Sie haben bislang nur einen Super-Bowl-Gewinn auf dem Konto und insgesamt drei Teilnahmen. Dennoch treffen diesmal sicherlich zwei ebenbürtige Mannschaften aufeinander, die im Verlauf der Saison in den entscheidenden Statistiken sehr eng beieinander waren.

Super-Bowl-Indikator mit hoher Trefferquote

Für die Prognose des Spielausgangs ein kurzer Blick auf die bisherige Statistik. Insgesamt sind beide Mannschaften bislang 13 Mal aufeinander getroffen, einmal sogar (2002) im Super Bowl selbst. Damals konnten die Patriots das Spiel in letzter Sekunde für sich entscheiden. Insgesamt sieht die Statistik ebenfalls New England mit 8 : 5 vorne. Wenn man also sein Geld auf den Ausgang wetten wollte, dürften die Patriots jetzt sicherlich als Favorit gelten.

Für den Super-Bowl-Indikator könnte diese ganze Konstellation allerdings einen unerwarteten Drive bekommen. Denn in den letzten drei Jahren funktionierte der Indikator nicht. Zweimal gewann ein Team der AFC und der Markt stieg, letztes Jahr siegte mit den Philadelphia Eagles eine Mannschaft der NFC und der Markt fiel bekannt. Hinzu kommt, dass bei dem Super-Bowl-Gewinn der Rams im Jahr 2000 der Indikator ebenfalls nicht stimmte. Damit könnte das diesjährige Ergebnis womöglich zum Kontraindikator taugen.

Ob Sie nun an so etwas glauben oder nicht, vielleicht schauen Sie sich das Spiel dennoch an und genießen schlichtweg die Action auf dem Feld.

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